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Zentrum berichtet über gute Erfolge der Musiktherapie bei Tinnitus

Mittwoch, 12. Februar 2014

dpa

Heidelberg – Über den Erfolg einer sogenannten Neuro-Musiktherapie bei akutem Tinnitus berichtet das Deutsche Zentrum für Musiktherapieforschung in Heidelberg. Therapeuten des Zentrums haben die Therapie zusammen mit der HNO-Klinik Heidelberg sowie der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie Homburg entwickelt. An einer ersten Evaluationsstudie nahmen jetzt 42 Patienten mit akutem Tinnitus teil, denen die medizinische Erstversorgung nicht ausreichend helfen konnte.

Die Auswertung der Studienergebnisse zeigt laut dem Zentrum, dass die Musiktherapie zu einer Verringerung der subjektiven Tinnitusbelastung um bis zu 85 Prozent geführt hat. Darüber hinaus gelang es durch die Musiktherapie, die Entspannungsfähigkeit der Patienten zu verbessern und die Tinnitusfrequenz in ihrer Tonhöhe zu verändern.

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Kernspin- Untersuchungen unmittelbar vor und nach der Therapie belegen die Wirkung der Musiktherapie auf neuronaler Ebene: Schon nach fünftägiger Behandlung führe die Heidelberger Neuro-Musiktherapie zu Veränderungen in den primären und sekundären Hörarealen, in Gehirnbereichen, die mit Konzentration und Aufmerksamkeit zusammenhängen, sowie in Arealen des sogenannten Default-Mode-Netzwerks, dem „Ruhezustandsnetzwerk“ des Gehirns.

Aufgrund dieser Ergebnisse soll die dem Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung angegliederte Tinnitusambulanz die Therapie jetzt in ihr Behandlungsprogramm aufnehmen.

© hil/aerzteblatt.de

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