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Politik

DAK-Gesund­heitsreport: Betriebe sollen in Gesundheit investieren

Donnerstag, 13. Februar 2014

Hamburg – Die Betriebe in Deutschland sollten sich intensiver um die Gesundheit auch ihrer jüngeren Mitarbeiter kümmern. Dieses Fazit zieht die DAK aus ihrem neuen Gesund­heits­report. Dieser nimmt besonders die 25- bis 39-jährigen Berufstätigen in den Fokus. Dafür hat die Kasse den Krankenstand ihrer Mitglieder analysiert und insgesamt 3.000 Männer und Frauen in der sogenannten Rushhour des Lebens befragt.

Sie empfinden die diese laut der Befragung als einen persönlichen und beruflichen „Entscheidungsmarathon“, der sich aber in dieser Phase noch nicht negativ auf ihre Gesundheit auswirkt. Im Gegensatz zu den jüngeren und älteren Erwerbstätigen sind die 25- bis 39-Jährigen sogar besonders wenig krank. Die Zahl der Ausfalltage liegt bei den Männern 28 Prozent und bei den Frauen 24 Prozent unter dem Durchschnitt.

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„Sollen diese besonders beanspruchten jüngeren Arbeitnehmer bis zum 67. Lebensjahr produktiv bleiben, müssen die Arbeitgeber nachhaltiger in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter investieren“, erklärt Herbert Rebscher, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. Der niedrige Krankenstand dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich in diesem Alter erste Ansätze für chronische Krankheiten bildeten. So seien bereits vier von zehn Beschäftigten mit Rückenproblemen in Behandlung.

Unter den 20 häufigsten Einzeldiagnosen bei Männern gebe es neben den akuten Beschwerden auch langfristige Beeinträchtigungen. Sieben Prozent der Männer sind schon in Behandlung wegen Bluthochdruck, der häufig in Verbindung mit Stress und Bewegungsmangel stehe. Etwa jeder fünfte Mann und sogar jede dritte Frau mussten wegen eines psychischen Leidens einen Arzt aufsuchen.

Stresspegel mit und ohne Kinder gleich
Die DAK fragte auch nach Belastungsfaktoren wie Überforderung, zu große Verant­wortung oder mangelnde Anerkennung. Dabei zeigten sich nahezu keine Unterschiede zwischen Berufstätigen mit und ohne Kinder. Selbst in Vollzeit arbeitende Mütter haben keine höheren Stresswerte als Mütter in Teilzeit oder nicht erwerbstätige Mütter. Allerdings sei es problematisch, dass erwerbstätige Eltern weniger auf ihre Gesundheit achteten.

Denn im Spagat zwischen Job und Kindern machten viele Eltern Abstriche bei sich selbst: Während fast ein Drittel der berufstätigen Frauen ohne Kinder viel Sport treibt, ist es bei den Müttern nur ein Sechstel. Auch im Hinblick auf gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf schneiden Erwerbstätige mit Kindern durchschnittlich schlechter ab als die ohne Kinder.

Der DAK-Gesundheitsreport gibt Hinweise, wie Arbeitgeber die betroffene Altersgruppe entlasten können. 62 Prozent der erwerbstätigen Eltern können bereits Teilzeit nutzen, 36 Prozent Gleitzeit. Die ganze Breite familienfreundlicher Angebote kommt aber nur wenigen Beschäftigten zugute. Obwohl den Eltern Betriebskindergarten oder Krippen besonders wichtig seien, profitierten davon bisher erst sechs beziehungsweise drei Prozent aller Eltern.

© hil/aerzteblatt.de

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