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Politik

PEPP-Petition: DGPPN fordert zum Mitzeichnen auf

Montag, 17. Februar 2014

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) unterstützt eine Petition des Selbsthilfevereins für Psychiatrie-Erfahrene Pandora. Mit der Petition wird der Deutsche Bundestag aufgefordert, das pauschalierende Entgeltsystem Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) frühestens 2017 verbindlich einzuführen. Die so gewonnene Zeit sollen die Krankenhaus- und Krankenkassenvertreter nutzen, um sachgerechte Alternativen zu entwickeln.

Ende 2012 hat das Bundesgesundheitsministerium das PEPP durch Ersatzvornahme in Kraft gesetzt. Die DGPPN äußerte im Vorfeld wie auch seither gemeinsam mit Betroffenen, Angehörigen und Pflegekräften starke Kritik daran. Das neue Entgeltsystem führe zu schwer wiegenden Fehlanreizen in der stationären Versorgung psychisch erkrankter Menschen.

Hauptkritikpunkt an dem pauschalierenden Entgeltsystem ist die verweildauerabhängige degressive Vergütung: Je länger ein Patient im Krankenhaus behandelt wird, desto weniger steht dem Leistungsträger für die Behandlung des Patienten pro Tag zur Verfügung – unabhängig von Krankheit und Heilungsverlauf.

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Eine solche Degression widerspreche der Versorgungsrealität, kritisiert die DGPPN. Individuelle Schwankungen des Behandlungsverlaufs würden nicht abgebildet. Dadurch sei die Qualität des Versorgungsystems für Menschen mit psychischen Erkrankungen nachhaltig gefährdet. Die PEPP-Entgelte würden ihren besonderen Bedürfnissen in keiner Weise gerecht.

Wenn wenigstens 50.000 Bürger die Petition von Pandora unterstützen, kann sich der Petitionsausschuss des Bundestages in öffentlicher Sitzung mit dem Anliegen befassen. Das Quorum muss bis zum 24. Februar 2014 erreicht werden.

Zusätzlich können auch Unterschriftenlisten gesammelt und dem Petitionsausschuss zugesandt werden. In vielen Krankenhäusern liegen diese Listen aus. © JF/aerzteblatt.de

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