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UNICEF: In Zentralafrika werden zunehmend Kinder Opfer der Gewalt

Montag, 17. Februar 2014

dpa

Bangui – Im gewaltsamen Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik werden nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF auch immer mehr Kinder misshandelt und getötet. In den vergangenen zwei Monaten seien mindestens 133 Kinder getötet und grausam verstümmelt worden, erklärte UNICEF am Freitag. Es gebe sogar bestätigte Berichte über Kinder, die enthauptet worden seien.

UNICEF-Mitarbeiter vor Ort seien „entsetzt“ über die „Grausamkeit“ gegen Kinder und über die Straflosigkeit für diese Verbrechen, hieß es in einer Erklärung. Kinder würden in dem Konflikt wegen ihrer Religion oder Herkunft „zunehmend“ zur Zielscheibe. Nach Angaben von UNICEF können viele verletzte Kinder wegen der gewaltsamen Auseinandersetzungen nicht einmal ins Krankenhaus gebracht werden.

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Ein Land, in dem Erwachsene brutal unschuldige Kinder angriffen und ungestraft blieben, habe „keine Zukunft“, sagte der zuständige Regionaldirektor, Manuel Fontaine, in der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui. „Die Straflosigkeit muss enden“, fügte er hinzu.  

In Zentralafrika herrscht Chaos, seit das mehrheitlich muslimische Rebellenbündnis Séléka im März den Präsidenten François Bozizé stürzte. Rebellenchef Michel Djotodia wurde Übergangspräsident und löste die Séléka offiziell auf, doch sind die Milizen nach wie vor aktiv. Auch christliche Anti-Balaka-Milizen, die sich zur Verteidigung gegen die Séléka gegründet hatten, werden inzwischen für zahlreiche Gewalttaten gegen Muslime verantwortlich gemacht. © afp/aerzteblatt.de

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