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Politik

In Thüringen fehlen 8.000 Altenpflegekräfte

Dienstag, 18. Februar 2014

Erfurt – Der Fachkräftemangel in der thüringischen Altenpflege wächst. Bis zum Jahr 2030 werden im Freistaat fast 8.000 zusätzliche Fachkräfte benötigt. Das geht aus einer heute vom Landessozialministerium vorgestellten Studie der Universität Jena hervor. Demnach ist der Mangel vor allem auf Abwanderung wegen des Lohngefälles, fehlenden Nachwuchs sowie bürokratische Hürden bei Zuwanderung und Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse zurückzuführen.

„Das Wirtschaftsministerium hat kürzlich seine Fachkräftestudie bis 2025 vorgestellt und einen Bedarf an Pflegekräften im hohen fünfstelligen Bereich festgestellt. Das Sozialministerium hat diese Zahlen nun bestätigt“, resümierte Margit Benkenstein. Sie begrüßte, dass Landessozialministerin Heike Taubert (SPD) den Fachkräftemangel öffentlich als ernstes Problem diskutiert, mahnte jedoch gleichzeitig eine konzertierte Aktion der beteiligten Ministerien an. „Das Problem wird nicht durch weitere Studien gelöst, sondern durch einen Mix aus intelligenten Lösungsansätzen“, so Benkenstein.

Laut bpa-Landesbeauftragten Thomas Engemann könne beispielsweise eine stärkere Verzahnung der beteiligten Ministerien bei der Anerkennung der Berufsabschlüsse zu einer Entspannung beitragen: „Hier kann Thüringen mit gutem Beispiel vorangehen, indem übersichtliche Verfahren vereinbart werden und auf unnötig hohe Sprachan­forderungen verzichtet wird.“

Ebenfalls von zentraler Bedeutung seien Verhandlungen mit den Pflegekassen um höhere Pflegesätze: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Entgelte nicht denen im Westen angepasst werden. Wenn hier kein Umdenken stattfindet, wird sich die Situation in Thüringen weiter verschärfen“, betonte er. © hil/aerzteblatt.de

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