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Vermischtes

Bereitschaft zur Früher­kennungs-Koloskopie sinkt

Mittwoch, 19. Februar 2014

Berlin – Immer weniger Versicherte über 55 Jahre nutzen die Vorsorgekoloskopie, obwohl die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) wirbt daher dafür, verstärkt über die Erkrankung und die Vorsorge zu informieren und das Vorsorge­pro­gramm auszuweiten.

„Die Koloskopie ist die einzige Früherkennungsmaßnahme, die einen bösartigen Tumor nicht nur frühzeitig zu entdecken, sondern auch zu verhindern vermag“, sagte der DGVS-Sprecher Christian Trautwein, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Stoff­wechsel­erkrankungen und Internistische Intensivmedizin an der Uniklinik Aachen. Deshalb sei es besorgniserregend, dass immer weniger Menschen die Darmspiegelung wahrnähmen.

Der Experte beruft sich für diese Behauptung auf die Ergebnisse des aktuellen Gutach­tens der DGVS „Gastroenterologische Kernleistungen unter gesundheitsökonomischen Aspekten“. Die Autoren stellen darin fest, dass die Bereitschaft zur Durchführung des Krebsfrüherkennungsprogramms zurückgeht. Nach Aussagen der Gutachter ist es außerdem wichtig, bei genetisch gefährdeten Patienten bereits vor dem gesetzlich empfohlenen Alter von 55 Jahren eine Darmspiegelung durchzuführen.

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Der Eingriff solle im Abstand von zehn Jahren wiederholt werden. Darüber hinaus empfehlen die Autoren, das bereits existierende Angebot zu nutzen, das ab einem Alter von 50 Jahren eine Beratung und einen Stuhltest vorsieht. „Die DGVS setzt große Hoffnungen auf das neue Einladungsverfahren zur Darmkrebsvorsorge, bei dem die Krankenkassen ihre Versicherten in Zukunft aktiv kontaktieren und die Teilnahme am Programm empfehlen werden“, so Trautwein.

Bei fast sieben Prozent der Versicherten, die zur vorsorglichen Darmspiegelung gehen, finden Gastroenterologen Adenome in der Darmschleimhaut.

Jährlich erkranken rund 69.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. Da die Krankheit zunächst kaum Symptome verursacht, wird die Diagnose häufig zu spät gestellt. „Trotz Fortschritten bei der Behandlung leben fünf Jahre nach einer Darmkrebs-Operation nur noch etwa die Hälfte der Patienten“, erläutert DGVS-Präsident Markus Lerch, Direktor der Klinik für Innere Medizin A am Universitätsklinikum Greifswald. Der Nutzen der präventiven Koloskopie sei daher unumstritten. „Es ist unsere Aufgabe, die Bevölkerung noch stärker über das Thema Darmkrebsprävention aufzuklären“, so Lerch. © hil/aerzteblatt.de

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isnydoc
am Samstag, 8. März 2014, 16:56

"genetisch gefährdete Patienten"

Woher weiß der Patient oder sein Arzt, dass eine "genetische Gefährdung" vorliegt?
Das scheint doch hier der entscheidende Ansatz zu sein, der leider nicht näher erläutert wird.
LNS

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