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Zunehmende Bedeutung von Drittmitteln an Universitäten

Mittwoch, 19. Februar 2014

Wiesbaden – Die Bedeutung von Drittmitteln für die Universitäten nimmt zu. Ein Professor an einer deutschen Uni warb im Jahr 2011 ohne Berücksichtigung der medizinischen Einrichtungen im Durchschnitt Drittmittel in Höhe von rund 232.000 Euro ein und damit 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt gestern in Wiesbaden mitteilte.  Im Durchschnitt aller Hochschulen lagen die Drittmitteleinnahmen eines Professors bei knapp 161.000 Euro, was einen Anstieg um 4,3 Prozent bedeutete.   

Mehr als ein Viertel von medizinischen Einrichtungen eingworben
Von den insgesamt an Universitäten eingeworbenen Drittmitteln von 5,9 Milliarden Euro entfiel mehr als ein Viertel (26,2 Prozent) auf die medizinischen Einrichtungen. Die höchsten Drittmitteleinnahmen erzielten nach Fächergruppen betrachtet aber Uni-Professoren der Ingenieurwissenschaften mit durchschnittlich 572.000 Euro, gefolgt von Professoren der Humanmedizin mit 534.000 Euro.   

Die meisten Drittmittel unter den Universitäten warb ohne Berücksichtigung der medizinischen Einrichtungen die Technische Hochschule Aachen mit knapp 231 Millionen Euro ein. Danach folgten die Technische Universität München (213 Millionen Euro) und die Technische Universität Dresden (167 Millionen Euro).  

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DFG kritisiert Wissenschaftssytem
Der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Peter Strohschneider, wertete die Entwicklung skeptisch. „Ich kritisiere ein Wissenschaftssystem, in dem sich die Bedeutung der Drittmittel und damit der DFG stark gewandelt hat“, sagte Stroh­schneider der Berliner tageszeitung vom Mittwoch. Die DFG werde zunehmend in die Rolle des Grundfinanzierers von Universitäten gedrängt, dafür sei sie aber nicht da. Die DFG unterstützt Forschungs­vorhaben. © afp/aerzteblatt.de

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