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Neue Medizinische Fachgesellschaft für fetale Entwicklung gegründet

Mittwoch, 19. Februar 2014

Köln – Mitte Februar hat sich an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Köln die Deutsche Gesellschaft für Fetale Entwicklung (DGFE) gegründet. Sie will wissenschaftliche und unmittelbar praxisrelevante Fragestellungen zum Thema fetales und neonatales Wachstum und Entwicklung bearbeiten. Dazu gehören unter anderem die Wechselbeziehungen zwischen dem Fetus und der Mutter über die Plazenta.

Dass Krankheiten Erwachsener schon im Mutterleib bei einer gestörten fetalen Entwicklung ihre Ursachen haben können, wird mittlerweile durch zahlreiche Studien belegt. Neben dieser Form der sogenannten Perinatalen Programmierung sind es besondere Krankheitsbilder, welche die Mediziner interessieren – zum Beispiel die Intrauterine Wachstumsrestriktion, eine vorgeburtliche Entwicklungsstörung mit unterschiedlicher Ausformung und Ursache.

Ungefähr fünf Prozent aller Neugeborenen sind wachstumsrestringiert. Die Restriktion ist nach Fehlbildungen und Frühgeburt die dritthäufigste Ursache für die perinatale Mortalität und damit für mehr als 20 Prozent der Totgeburten verantwortlich. Außerdem ist auch die Einwirkung toxischer Substanzen wie Alkohol oder Nikotin während der Schwangerschaft für die Wissenschaftler von Interesse.

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Die neue Gesellschaft will vor allem neue Forschungsfragen generieren und Studien initiieren: „Unser Ziel ist es, durch die neue Gesellschaft einen Ort des Austausches zwischen den Disziplinen zu haben“, sagte Jens Möller, Direktor der Kinderklinik Saarbrücken und neu gewählter Präsident der Gesellschaft. „Hier kommen Mitglieder aus den unterschiedlichsten Disziplinen wie der Gynäkologie, Geburtshilfe, Pränatalmedizin, Perinatalmedizin und Pädiatrie zusammen“, erläuterte Markus Valter, stellvertretender Präsident und Leitender Oberarzt der Geburtshilfe an der Uniklinik Köln. © hil/aerzteblatt.de

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