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Medizin

Studie: Lebensstil erklärt ein Viertel aller Fehlgeburten

Mittwoch, 19. Februar 2014

Kopenhagen – Jede vierte Fehlgeburt ist auf modifizierbare Risikofaktoren zurückführbar und damit potenziell vermeidbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie aus Dänemark im International Journal of Obstetrics and Gynaecology (2014; doi: 10.1111/1471-0528.12694).

Ein Team um Anne-Marie Nybo Andersen von der Universität Kopenhagen konnte durch den Abgleich verschiedener Patientenregister sowie computer-assistierter Telefon­interviews die Prävalenz von bekannten Risikofaktoren für Fehlgeburten von fast 90.000 Frauen ermitteln, die in Dänemark in den Jahren 1996 bis 2002 ein Kind erwarteten.

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Bei 3.117 Frauen wurde das Kind vor der 22. Gestationswoche oder tot geboren. Nach den Berechnungen von Nybo Andersen lassen sich 25,2 Prozent der Fehlgeburten auf neun bekannte Risikofaktoren zurückführen. Dies waren das Ausmaß der körperlichen Bewegung, Alkohol, Rauchen, Kaffee, Schichtarbeit vor der Schwangerschaft, das Heben von mehr als 20 kg schweren Gegenständen, ein Alter der Mutter von über 30 Jahren während der Befruchtung, ein Über- oder Untergewicht vor der Schwangerschaft sowie frühere genitale Erkrankungen.

Die beiden wichtigsten Risikofaktoren waren das Alter der Mutter und Alkohol. Etwa 11,4 Prozent der Fehlgeburten ließen sich vermeiden, wenn die Frauen ihre Kinder zwischen dem 25. und 29. Lebensjahr bekämen, schreibt Nybo Andersen. Auf den Alkoholkonsum in der Schwangerschaft seien in Dänemark etwa 9 Prozent aller Fehlgeburten zurückzuführen. © rme/aerzteblatt.de

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