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Hochschulen

Hochschulen werden immer internationaler

Donnerstag, 20. Februar 2014

Berlin – Die Bedeutung internationaler Netzwerke in der Wissenschaft hat die General­sekretärin des Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), Dorothea Rüland, gestern vor dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung betont. „Es hat in den letzten Jahren ein regelrechter Paradigmenwechsel an den Hochschulen stattgefunden“, führte Rüland aus.

Es sei immer wichtiger, internationale strategische Partnerschaften einzugehen. Der Fokus fast aller Regierungen dieser Welt sei auf das Thema Bildung und Wissen­schaften gerichtet, da man große Probleme wie den Klimawandel, Wasserknappheit oder Energie nur global lösen könne.

Daher sei es nicht nur wichtig, dass ausländische Studenten nach Deutschland kämen, sondern auch viele deutsche Studenten ins Ausland gingen, um ein Netzwerk aufzu­bauen. Ruland sprach sich dafür aus, die Auslandmobilität der deutschen Studen­ten weiter zu steigern. Ziel sei es, das künftig mit Hilfe des DAAD 350.000 junge Menschen ins Ausland gingen.

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Auch Enno Aufderheide, Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), betonte die Wichtigkeit lebenslanger internationaler Netzwerke. Da die AvH nur Spitzen­forschung fördere, sei es umso wahrscheinlicher, dass sich die richtigen Koopera­tionspartner im Ausland befänden. Deshalb bemühe sich die AvH, ausländische Spitzen­forscher dazu zu animieren, eine Zeit lang nach Deutschland zu kommen. „Wichtig ist, dass Deutschland eine Willkommenskultur schafft“, sagte Aufderheide vor dem Ausschuss.

Auf ihren Forschungsaustausch hat in diesem Zusammenhang die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) hingewiesen. Jeder Medizinstudierende in Deutschland habe darüber die Möglichkeit, an einem Forschungsprojekt im Ausland teilzunehmen und internationale Kontakte aufzubauen.

„Im Research Exchange Pro­gramm findet man ein breites Spektrum an Projekten: Klinische Projekte sind spezia­lisierte Stationspraktika, bei denen ein besonderer Schwerpunkt festgelegt wird, der dann theoretisch und praktisch vermittelt wird. Des Weiteren kann man in ein wissenschaftliches Forschungsprojekt oder eine klinische Studie integriert werden und dort seinem Kenntnisstand entsprechend aktiv mitarbeiten“, hieß es aus der bvmd. Die Medizinstudierenden-Vertretung betont, der Forschungs­austausch stehe Studierenden aller Semester offen und sei auch für Vorkliniker sehr interessant.

© hil/aerzteblatt.de

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