NewsPolitikDaten der Einschulungs­untersuchungen sollen vergleichbar werden
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Daten der Einschulungs­untersuchungen sollen vergleichbar werden

Donnerstag, 20. Februar 2014

dpa

Berlin – Die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen in den verschiedenen Bundesländern sollen besser miteinander vergleichbar werden. Die entsprechenden Empfehlungen einer dazu einberufenen Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz des Landes Berlin hat die Ge­sund­heits­minis­ter­kon­fe­renz zwar schon Ende 2013 gebilligt, der Abschlussbericht der Gruppe liegt aber erst jetzt vor.

Im Wesentlichen geht es dabei um Kinder mit Migrationshintergrund. Sie sind zum Teil von anderen gesundheitlichen Risiko- oder Problemlagen betroffen als Gleichaltrige deutscher Herkunft. Dies zeigen die jährlichen Auswertungen der Einschulungs­untersuchungen in Berlin. So werde bei Kindern mit Migrationshintergrund zum Beispiel Übergewicht häufiger festgestellt, Impflücken zeigen sie dagegen seltener. „Um Gesundheits- und Präventionsmaßnahmen zielgerichtet planen zu können, hat es sich bewährt, den Migrationshintergrund bei den Einschulungsuntersuchungen mit zu erfassen“, hieß es daher aus der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales.

Anzeige

Das Problem war aber bislang, dass die16 Bundesländer den Migrationshintergrund zu unterschiedlich definieren – die Daten aus den Einschulungsuntersuchungen waren daher nicht miteinander vergleichbar.

An der Datenerhebung in einem entsprechenden Modellprojekt haben sich Kommunen aus Bayern, Berlin, Hamburg und Rheinland-Pfalz beteiligt. In Berlin nahmen sieben der zwölf Bezirke teil. Darunter waren Bezirke mit einem hohen und solche mit niedrigem Migrantenanteil. Nach der neuen Definition ergibt sich für die teilnehmenden Bezirke Berlins 2012 ein Anteil von 25,5 Prozent Kindern mit einem sogenannten beidseitigen Migrationshintergrund und weitere 15,4 Prozent Kinder mit einem sogenannten einseitigen Migrationshintergrund.

Der Anteil von 41 Prozent Kindern mit einem Migrationshintergrund liegt höher als nach der bisherigen Definition, die nicht alle Kinder mit einem einseitigen Migrations­hintergrund erfasst hat. Sie steht allerdings im Einklang mit anderen Daten aus der amtlichen Statistik wie dem Einwohnermelderegister, nach dem 43 Prozent der Berliner Kinder bis sechs im Jahr 2012 einen Migrationshintergrund hatten. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

22. September 2020
New York – Kinder können eine Infektion mit SARS-CoV-2 vermutlich besser abwehren, weil ihr angeborenes Immunsystem schneller auf das Coronavirus reagiert. Bei älteren Menschen kommt es eher zu einer
SARS-CoV-2: Angeborene Immunantwort schützt Kinder besser
18. September 2020
Berlin – Die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Bremen haben heute einen Entschließungsantrag in den Bundesrat eingebracht, in dem sie die Bundesregierung auffordern, die Pädiatrie aus
Bundesrat spricht über Herausnahme der Pädiatrie aus dem DRG-System
17. September 2020
Berlin – Für die Behandlung der rund 32.000 Kindern mit Diabetes mellitus in Deutschland stehen heute modernste Therapien und Technologien zur Verfügung. Dennoch beobachten Experten eine zunehmende
Qualifizierte Versorgung von Kindern mit Diabetes zunehmend gefährdet
14. September 2020
Berlin – Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) wies gestern darauf hin, dass bis 2025 etwa ein Viertel aller Kinderärzte in den Ruhestand gehen. „Zunehmend wird es schwerer, für Kinder-
Kinderärzte sorgen sich um Nachwuchs
14. September 2020
Düsseldorf – Mehr Arzneimittelstudien für Kinder fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung, chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen (BAG Selbsthilfe). Dafür
BAG Selbsthilfe fordert Maßnahmen gegen fehlende Arzneimittelstudien für Kinder
10. September 2020
Addis Abeba – Kinder, die in höheren Regionen leben, bleiben auch unter idealen Voraussetzungen in den ersten Lebensjahren im Körperwachstum zurück. Der Nachteil beginnt laut einer weltweiten Studie
Kinder wachsen in Höhenlagen langsamer
9. September 2020
Heidelberg – Zum Beginn des neuen Schuljahres weist die Stiftung Auge daraufhin, dass mit der Einschulung das Risiko für Kinder steigt, eine Kurzsichtigkeit zu entwickeln. „Sie werden eingeschult,
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER