NewsÄrzteschaftBaden-Württemberg: Qualitätssicherung bei der Dialyse verbessert
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Baden-Württemberg: Qualitätssicherung bei der Dialyse verbessert

Montag, 24. Februar 2014

dpa

Stuttgart – Neue Möglichkeiten, die Behandlungsdaten von Dialysepatienten auszu­werten, verbessern die Qualitätssicherung in Baden-Württemberg. Darauf hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) des Bundeslandes hingewiesen. In Baden-Württem­berg gibt es rund 10.000 Dialyse-Patienten, deren Blut mehrmals pro Woche in einer Dialyse-Station gereinigt werden muss.

„Niereninsuffizienz ist für die Patienten eine große Belastung, die durch eine hohe Behandlungsqualität verringert werden kann. Deshalb sind alle Dialysezentren zu weitreichenden Qualitätssicherungsmaßnahmen verpflichtet“, sagte der Vorstands­vorsitzende der KV, Norbert Metke. Dafür übersenden die Dialysezentren Behandlungs­daten an eine zentrale Datenstelle. Durch den Vergleich der einrichtungsbezogenen Daten können die Zentren die Qualität ihrer Dialyseleistungen kontinuierlich verbessern.

Anzeige

Seit Jahresbeginn ist es möglich, die Behandlungsdaten von verschiedenen Patienten im Zeitverlauf zusammenzuführen und auszuwerten. „Die Verfolgung von ,Patienten­karrieren’ ist in wissenschaftlicher Hinsicht und für die Qualitätssicherung von ganz besonderer Bedeutung“, so Metke. Die Möglichkeit zu Längsschnittbetrachtungen bleibe auch bestehen, wenn ein Patient das Dialysezentrum wechsle oder die Dialyse an einem Urlaubsort in Deutschland in Anspruch nehme.

„Dabei unterliegt der Datenfluss zu den Sammelstellen strengsten Auflagen. Spezielle Verschlüsselungs- und Anonymisierungsverfahren sorgen dafür, dass aus den Behand­lungsdaten keine Rückschlüsse mehr auf die betreffenden Personen gezogen werden können“, betonte Metke. 

Die Dialysezentren erhalten quartalsbezogen eine Auswertung der eigenen Daten. Sie gibt Aufschluss darüber, bei wie vielen Patienten qualitätsbezogene Auffälligkeiten aufgetreten sind und wie andere Dialysezentren im Vergleich abschneiden. „Unter idealen Umständen haben Dialysepatienten nur eine etwas geringere Lebenserwartung als Menschen mit gesunden Nieren. Diesem Ziel können wir mit den Längsschnitt­betrachtungen noch näher kommen“, so der KV-Vorsitzende. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

10. September 2020
New York – Ein mit Paclitaxel beschichteter Ballon hat in einer randomisierten Studie die Ergebnisse der perkutanen transluminalen Angioplastie von stenosierten Dialyse-Shunts verbessert. Die Zahl der
Dialyse: Beschichteter Ballon hält Shunt nach Angioplastie länger offen
24. Juli 2020
Edmonton/Toronto –Der möglichst rasche Beginn einer Nierenersatztherapie hat in einer randomisierten Studie die Überlebenschancen von Intensivpatienten nicht verbessert. Ein Nachteil bestand laut der
Akutes Nierenversagen: Früher Dialysebeginn nachteilig für Intensivpatienten
1. April 2020
Bad Homburg – Im Kampf gegen die Corona-Pandemie arbeitet Fresenius Medical Care (FMC) jetzt mit anderen Dialyse-Anbietern in den USA zusammen. Wesentliches Ziel sei es, Nierenkranke, die sich
Fresenius Medical Care schließt Bündnis in den USA
26. März 2020
Berlin – Ein Notfallplan für die Zeit der Coronavirus-Pandemie soll die Versorgung von Dialyse-Patienten sicherstellen. Darauf haben sich GKV-Spitzenverband und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
Notfallplan soll Dialyse-Versorgung während der Pandemie sicherstellen
25. März 2020
Berlin – Dialysepatienten gehören in der Corona-Pandemie zu den Risikopatienten – sie haben oft einen schweren Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion und sterben nach vorliegender Datenlage häufiger
COVID-19: Dialysepatienten laut Fachgesellschaft Risikogruppe
11. November 2019
Berlin – Rund die Hälfte aller Dialysepatienten in Deutschland ist zuckerkrank. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) hingewiesen. Für Diabetespatienten sei es „besonders
Hälfte der Dialysepatienten sind Diabetiker
11. November 2019
New York – Der urämische Pruritus, der die meisten Dialyse-Patienten quält, lässt sich durch Opiate lindern. Ein Opioid-Agonist, der nur die peripheren Kappa-Rezeptoren stimuliert, hat sich in einer
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER