NewsVermischtesBundeszentrale warnt vor Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen an Karneval
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Bundeszentrale warnt vor Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen an Karneval

Montag, 24. Februar 2014

dpa

Köln – Vor dem Start des Straßenkarnevals am Donnerstag haben die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung auf den Jugendschutz hingewiesen. „Eine Alkoholvergiftung kann lebensgefährlich sein. Insbesondere Jugendliche sind gefährdet, sich mit Hochprozentigem ins Koma zu trinken. Das passiert schneller, als viele meinen“, warnte Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. Es sei daher sehr wichtig, den Jugendschutz zum Alkoholkonsum gerade zur Karnevalszeit einzuhalten.

In Deutschland gilt ein striktes Abgabeverbot von Alkohol an unter 16-Jährige. Spiritu­osen wie Wodka, Korn oder Rum und spirituosenhaltige Mixgetränke dürfen nur an Volljährige abgegeben werden. Dazu erklärt Marlene Mortler (CSU), Drogenbeauftragte der Bundesregierung: „Die geltenden Bestimmungen müssen eingehalten und streng überwacht werden, damit Kinder und Jugendliche nicht unnötig gefährdet werden. Alkoholmissbrauch kann gravierende Folgen bis hin zum Tod haben. Die Karnevalszeit sollte jedoch fröhlich und gesund erlebt werden.“

Anzeige

Alkohol ist aber nicht nur zur Karnevals- oder Faschingszeit ein Thema: 59 Prozent der Deutschen trinken mehr oder minder regelmäßig Alkohol. Das berichtet der Bundes­verband der Arzneimittelhersteller im Rahmen des Deutschen Gesundheitsindexes, einer regelmäßigen Befragung der Bürger.

15 Prozent der Bundesbürger greifen danach mehrmals pro Woche oder jeden Tag zum Alkoholgetränk. 23 Prozent trinken ein- bis zweimal die Woche Alkohol. Hingegen geben 21 Prozent an, sie trinken lediglich ein- bis dreimal pro Monat. 41 Prozent trinken noch seltener oder gar nie Alkohol. Tendenziell trinken die Älteren mehr.

47 Prozent der Männer und 29 Prozent der Frauen in Deutschland konsumieren somit mindestens einmal pro Woche Alkohol.

© hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

31. Mai 2019
Berlin – Alkohol hemmt die Gluconeogenese und senkt auf diese Weise den Blutzucker. Ist Alkohol demzufolge für Diabetiker vorteilhaft, gar empfehlenswert? Oder drohen ihnen im Gegenteil
Diabetes: Die richtigen Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol
20. Mai 2019
Nürnberg/Erlangen – Ärzte und Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) wollen Alkoholkranken nach einem Klinikaufenthalt mit einer Kombination aus App und
App und Telefoncoaching sollen Alkoholikern helfen, trocken zu bleiben
16. Mai 2019
Berlin – Unter dem Motto „Kein Alkohol am Arbeitsplatz“ beginnt übermorgen die bundesweite Aktionswoche Alkohol. Zehn Prozent der Beschäftigten konsumierten zu viel Alkohol – von der Aushilfskraft bis
Aktionswoche beleuchtet Alkoholproblematik am Arbeitsplatz
8. Mai 2019
Dresden – Wie schädlich Alkohol für die Gesundheit sein kann, ist seit vielen Jahren bekannt. Dennoch wird weltweit immer mehr getrunken, wie eine internationale Studie in The Lancet (2019; doi:
Weltweit trinken immer mehr Menschen immer mehr Alkohol
8. Mai 2019
Berlin – Der regelmäßige Alkoholkonsum von Jugendlichen ist einer Analyse der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge in Deutschland auf einem historisch niedrigen Stand. 8,7
Alkoholkonsum ist bei Jugendlichen rückläufig
30. April 2019
Berlin/Leiden – Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hat davor gewarnt, die Rolle alkoholischer Getränke bei der Auslösung einer Migräneattacke zu unterschätzen. Hintergrund sind
Alkohol als Migräneauslöser nicht unterschätzen
24. April 2019
Karlsruhe – Wissenschaftler, Pflegeexperten und Interessenverbände haben sich für einen anderen Umgang mit alkoholkranken Senioren in Altenpflegeeinrichtungen ausgesprochen. „Heime müssen ein
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER