NewsÄrzteschaftHämatologen setzen auf Zuwendungsmedizin
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Hämatologen setzen auf Zuwendungsmedizin

Dienstag, 25. Februar 2014

Köln – Vor einem ungebremsten Ausbau ambulanter medizinscher Angebote durch Gesundheitskonzerne hat der Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland (BNHO) gewarnt. „Zehn Jahre nach dem GKV-Moderni­sierungsgesetz aus dem Jahr 2004 existieren heute in der onkologischen Versorgung zwei konkurrierende Versorgungssysteme“, erläuterte der BNHO-Vorsitzende Stephan Schmitz.

Auf der einen Seite stünden niedergelassene Vertragsärzte, die als freiberufliche Krebs­spezialisten Patienten innerhalb regionaler Netzwerke versorgen. Auf der anderen Seite versuchten einige profitorientierte Gesundheitskonzerne, das komplette Versor­gungs­spektrum aus einer Hand anzubieten. Der BNHO fordert deshalb eine politische Diskussion über die Entwicklungen in der ambulanten Onkologie.

Anzeige

„Auf jeden Fall brauchen wir einen einheitlichen, fairen Wettbewerbsrahmen für Kranken­hauskonzerne und niedergelassene spezialisierte Fachärzte“, erklärte Schmitz. Er beton­te, die persönliche, kontinuierliche und qualitativ hochwertige Betreuung in onkolo­gischen Schwerpunktpraxen entspreche den Bedürfnissen der Krebspatienten.

„Die Mehrheit der Patienten will nicht in Gesundheitskonzernen behandelt werden, in denen Shareholder Value an erster Stelle steht“, so Schmitz. Ambulante Hämatologen und Onkologen böten nicht nur eine onkologische Versorgung auf qualitativ höchstem Niveau. „Sie sind auch langfristige und engagierte Kümmerer, die die Familie und den Hausarzt des Patienten kennen und die deswegen die komplexe Versorgung optimal koordinieren können“, betonte der BNHO-Vorsitzende.

© hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

29. Juli 2019
Memphis – Mutationen im BRCA2-Gen sind vor allem für ihre Rolle beim Mamma- und Ovarialkarzinom bei Erwachsenen bekannt. Aber offenbar sind sie bei Kindern und Jugendlichen auch mit einem erhöhten
BRCA2-Mutationen auch mit Non-Hodgkin-Lymphomen bei Kindern assoziiert
29. Juli 2019
Dresden – Mediziner vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) rechnen mit einem starken Anstieg von Krebserkrankungen weltweit. „Es ist nicht übertrieben davon zu reden, dass wir einen Tsunami an
Forscher rechnen mit starkem Anstieg von Krebserkrankungen
16. Juli 2019
London/Bonn – Die Verordnung von Methotrexat, das bei Autoimmunerkrankungen einmal wöchentlich, bei Krebserkrankungen jedoch täglich dosiert wird, soll künftig auf Ärzte beschränkt werden, die
EMA will Dosierungsfehler bei Methotrexat verhindern
25. Juni 2019
Magdeburg – Das Universitätsklinikum Magdeburg hat seine Mitte Mai geschlossene Krebsstation wieder geöffnet. Bereits am Donnerstag vergangener Woche habe die Klinik für Hämatologie und Onkologie
Universitätsklinikum Magdeburg öffnet Krebsstation wieder
17. Mai 2019
Magdeburg – Zu enge Räume, schlechter Brandschutz, Probleme bei der Hygiene. Das Magdeburger Universitätsklinikum hat seine Krebsstation geschlossen. Die Sicherheit für Mitarbeiter und Patienten sei
Universitätsklinikum Magdeburg schließt Krebsstation
5. Februar 2019
Atlanta – In den USA ist es in den letzten 2 Jahrzehnten zu einem Anstieg bei 6 von 12 Krebserkrankungen gekommen, zu deren Risikofaktoren die Adipositas gehört. Dies geht aus einer Untersuchung der
Adipositasbedingte Krebserkrankungen werden bei jungen US-Bürgern immer häufiger
28. September 2018
New York – Diese Woche trafen sich im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York die Regierungen der Welt, um über Maßnahmen gegen nichtübertragbare Krankheiten (NCDs) wie Diabetes, Krebs oder
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER