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Ärzteschaft

Hämatologen setzen auf Zuwendungsmedizin

Dienstag, 25. Februar 2014

Köln – Vor einem ungebremsten Ausbau ambulanter medizinscher Angebote durch Gesundheitskonzerne hat der Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland (BNHO) gewarnt. „Zehn Jahre nach dem GKV-Moderni­sierungsgesetz aus dem Jahr 2004 existieren heute in der onkologischen Versorgung zwei konkurrierende Versorgungssysteme“, erläuterte der BNHO-Vorsitzende Stephan Schmitz.

Auf der einen Seite stünden niedergelassene Vertragsärzte, die als freiberufliche Krebs­spezialisten Patienten innerhalb regionaler Netzwerke versorgen. Auf der anderen Seite versuchten einige profitorientierte Gesundheitskonzerne, das komplette Versor­gungs­spektrum aus einer Hand anzubieten. Der BNHO fordert deshalb eine politische Diskussion über die Entwicklungen in der ambulanten Onkologie.

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„Auf jeden Fall brauchen wir einen einheitlichen, fairen Wettbewerbsrahmen für Kranken­hauskonzerne und niedergelassene spezialisierte Fachärzte“, erklärte Schmitz. Er beton­te, die persönliche, kontinuierliche und qualitativ hochwertige Betreuung in onkolo­gischen Schwerpunktpraxen entspreche den Bedürfnissen der Krebspatienten.

„Die Mehrheit der Patienten will nicht in Gesundheitskonzernen behandelt werden, in denen Shareholder Value an erster Stelle steht“, so Schmitz. Ambulante Hämatologen und Onkologen böten nicht nur eine onkologische Versorgung auf qualitativ höchstem Niveau. „Sie sind auch langfristige und engagierte Kümmerer, die die Familie und den Hausarzt des Patienten kennen und die deswegen die komplexe Versorgung optimal koordinieren können“, betonte der BNHO-Vorsitzende.

© hil/aerzteblatt.de

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