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Politik

Rhön will sich nach Klinik-Verkauf neu ausrichten

Dienstag, 25. Februar 2014

Bad Neustadt a. d. Saale – Nach der Genehmigung des Verkaufs eines Großteils seiner Krankenhäuser bereitet Rhön-Klinikum nun eine Neuausrichtung auf die Spitzenmedizin vor. „Wir stehen in gewisser Weise an einem Neuanfang und orientieren uns strategisch neu”, sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Siebert am Dienstag in Bad Neustadt an der Saale. Ziel sei es, sich künftig stärker wissenschaftsmedizinisch zu orientieren und dies zu einem Alleinstellungsmerkmal zu machen.

Der Arbeitsplatzabbau in der Zentrale des geschrumpften fränkischen Klinikkonzerns ist weitgehend über die Bühne – nach Einschätzung von Betriebsratschef Helmut Bühner mit einem „guten Verhandlungsergebnis”. 100 Mitarbeiter wechselten auf andere Stellen im Unternehmen oder zur Konkurrenz. Höchstens zehn Beschäftigte erhalten nun eine Kündigung.

Rhön-Klinikum verkaufte 40 Kliniken an Fresenius. Fast das gesamte Geschäft soll bis Ende Februar über die Bühne sein, nachdem das Bundeskartellamt dies vergangene Woche genehmigt hatte. Der Konzern schrumpft dadurch auf etwa ein Drittel seines bisherigen Umsatzes.

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Details der neuen Strategie sollen in den kommenden Monaten vorgestellt werden. Der Machtkampf um Rhön und die gescheiterte Komplettübernahme durch Fresenius im Jahr 2012 hatten das Unternehmen in den vergangenen Jahren stark geprägt.

Siebert erneuerte die Ankündigung, am Firmensitz in Bad Neustadt rund 150 Millionen Euro in einen kompletten Neubau des Klinik-Campus zu investieren. In der „neuen Rhön” bleiben noch zehn Kliniken an fünf Standorten. Mit Fresenius und dem Hamburger Krankenhaus-Betreiber Asklepios ist ein Medizin-Netzwerk angedacht.

Siebert erläuterte, dieses Netzwerk könne gemeinsam Leistungen für eine Zusatz­versicherung anbieten, die dem Katalog privatklinischer Leistungen ähnelten. Die Netzwerk-Vereinbarung muss allerdings noch vom Kartellamt genehmigt werden.

© dpa/aerzteblatt.de

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