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Politik

Brandenburg setzt auf Telemedizin

Mittwoch, 26. Februar 2014

Potsdam – Die Bedeutung der Telemedizin hat die brandenburgische Gesundheits­ministerin Anita Tack (Die Linke) unterstrichen. „Die Politik ist sich ihrer Verantwortung bewusst, dass Telemedizin eine intensive Unterstützung braucht“, sagte sie zur Eröffnung der neunten Landeskonferenz Telematik im Gesundheitswesen in Potsdam. Veranstalter ist die Telemed-Initiative Brandenburg.

Telematikanwendungen sind laut der Ministerin ein Beitrag zur künftigen Sicherung der flächendeckenden gesundheitlichen Versorgung. Es ist daher laut Tack in besonderem Maße nötig, Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet zu fördern und zentrale Standards auf Bundesebene zu entwickeln: „Unser Ziel sind nicht nur blinkende Leucht­türme, die einsam in der Landschaft stehen, sondern ein tragfähiges Telemedizinnetz, das den Fortschritt in alle Regionen bringt“, sagte die Ministerin.

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Als Beispiel nannte sie das Projekt „Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg – Fontane“, das prüft, ob mit Hilfe der Telemedizin Krankenhauseinweisungen vermieden werden können und die telemedizinische Mitbetreuung ein Lösungsansatz für die Versorgung von Patienten im ländlichen Raum ist. Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium hat darüber hinaus die Kooperation der Telemedizinischen Zentren in Cottbus und in der Stadt Brandenburg mit der Charité mit 1,5 Millionen Euro gefördert. Eine Studie mit 1.500 Patienten soll bis 2015 das Projekt evaluieren.

Ein Problem der Telematik sei die Akzeptanz bei den Bürgern, so die Ministerin: „Wir beobachten eine wachsende Unsicherheit und sogar Ablehnung auch gegen jene Innovationen, die unter Umständen Leben retten oder vielleicht medizinische Hilfen schneller und effizienter aktivieren könnte“, sagte sie. Immer mehr Menschen seien verunsichert, äußerten Bedenken oder lehnen Datenübertragungen ganz ab. „Hier werden wir in Zukunft noch mehr Überzeugungsarbeit leisten müssen“, so Tack. © hil/aerzteblatt.de

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