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Politik

AOK schreibt neue Arzneimittel­rabattverträge für 60 Wirkstoffe aus

Mittwoch, 26. Februar 2014

Stuttgart/Berlin – Die AOK hat Arzneimittelrabattverträge für 60 Wirkstoffe und Wirkstoff­kombinationen ausgeschrieben. Dabei geht es um 45 Wirkstoffe beziehungsweise Wirkstoffkombinationen, für welche die laufenden Rabattverträge Ende September 2014 auslaufen. Hinzu kommen 15 Wirkstoffe, für die bisher noch keine Verträge ausge­schrieben waren. Die Pharmaunternehmen können ihre Angebote bis zum 16. April abgeben.

Die entsprechenden Verträge sollen Anfang Oktober in Kraft treten und über zwei Jahre laufen. Der Umsatz der AOKen mit den betreffenden Medikamenten lag zuletzt bei 1,1 Milliarden Euro. Zu den umsatzstärksten Wirkstoffen der Neuausschreibung gehört das Neuroleptikum Olanzapin. Allein auf dieses Medikament entfällt ein AOK-Umsatzvolumen von rund 80 Millionen Euro.

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Drei Wirkstoffe schreibt die AOK in einem sogenannten Drei-Partner-Modell aus. Dabei handelt es sich um die Blutdrucksenker Metoprolol und Candesartan sowie das Diabe­tesmedikament Metformin. „Für diese besonders häufig verordneten Medikamente können in jedem der acht Regionalbereiche bis zu drei Hersteller den Zuschlag erhalten. Damit gehen wir mit Blick auf die Lieferfähigkeit absolut auf Nummer sicher“, betonte Christopher Hermann, Verhandlungsführer der AOK-Gemeinschaft und Vorstands­vorsitzender der AOK Baden-Württemberg, heute in Stuttgart.

Aktuell haben die elf AOKen in Deutschland 229 generische Wirkstoffe und Wirkstoff­kombinationen unter Vertrag. „Allein im vergangenen Jahr konnten die AOKen dank der bundesweiten Arzneimittelrabattverträge weit über eine Milliarde Euro bei den Ausgaben für Medikamente einsparen“, hieß es aus der Kasse.

© hil/aerzteblatt.de

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