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Rezeptfreie Schmerzmittel: Barmer Krankenkasse mahnt zur Vorsicht

Mittwoch, 26. Februar 2014

Berlin – Mehr als 100 Analgetika sind in Deutschland in den Apotheken rezeptfrei erhältlich. „Bei wiederholt auftretenden oder zunehmenden Schmerzen sollte man aber einen Arzt aufsuchen, um die passende Therapie zu erhalten“, rät Heidi Günther, Apothekerin bei der Barmer-GEK.

Bei leichteren Schmerzen sei die kurzfristige Einnahme rezeptfreier Schmerzmittel zwar sinnvoll, unbedenklich seien diese Mittel aber keineswegs. „Rezeptfreie Mittel sind oft niedrig dosiert. Das kann dazu verleiten, mehr Tabletten zu nehmen als gut ist und sogar zu einer Abhängigkeit führen“, erklärt Günther. Bei Schwangeren und Kindern sei wegen möglicher Nebenwirkungen besonders auf bestimmte Inhaltstoffe zu achten.

„Auch Menschen, bei denen eine Operation ansteht, sollten dies beim Kauf von Arzneien erwähnen. Einige Kopfschmerzmittel verdünnen zum Beispiel das Blut, was für die OP nachteilig sein kann“, so die Expertin. Wer zu oft auf freie Schmerzmittel zurückgreife, könne leicht in einen Teufelskreis geraten: „Bei häufiger und langer Einnahme von Analgetika können genau diese zu einem Dauerschmerz führen“, so Günther.

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Sie empfiehlt bei jedem Kauf ein ausführliches Gespräch mit dem Apotheker. „Ich rate außerdem zur Stammapotheke. Dort kennen die Mitarbeiter in der Regel die Krankheiten ihrer Kunden und wissen, welche verschreibungspflichtigen Medikamente diese schon nehmen“, so ihre Empfehlung.

© hil/aerzteblatt.de

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