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Ärzteschaft

Andreas Gassen ist neuer Vorstands­vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Freitag, 28. Februar 2014

KBV-Vorstände Andreas Gassen und Regina Feldmann (r.) /Lopata

Berlin – Mit 35 von 60 Stimmen ist heute in Berlin der Orthopäde Andreas Gassen in den Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und danach mit 41 von 59 Stimmen auch zu dessen Vorsitzendem gewählt worden. Er wird im Vorstand fachärztliche Interessen vertreten. Gassen folgt Andreas Köhler nach, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt aufgegeben hat.

Gassen, der keinen Gegenkandidaten hatte, erklärte bei seiner Vorstellung vor den 60 Delegierten der Ver­tre­ter­ver­samm­lung: „Ich kandidiere, weil wir ein weiterhin starkes und geeintes KV-System brauchen.“ Die Ärzte und Psychotherapeuten bräuchten eine klare Interessenvertretung.

Auf die Frage, wie Gassen die Tätigkeit in seiner großen Gemeinschaftspraxis in Düsseldorf und sein politisches Engagement im Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie und im Spitzenverband der Fachärzte Deutschlands (SpiFa) mit der Arbeit im KBV-Vorstand vereinen wolle, antwortete er: „Mir ist klar, dass das kein Acht-Stunden-Job ist.“

Andreas Gassen: Ich will etwas gestalten

Berlin – Mit Andreas Gassen (51) rückt ein überzeugter Anhänger des KV-Systems in den Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) auf. Bereits im Vorfeld der Wahl hatte er sich angesichts der Querelen zwischen Haus- und Fachärzten im Vorstand und in der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KBV für eine einheitliche Vertretung der Haus- und Fachärzte unter dem Dach der Körperschaften ausgesprochen.

Er werde die Arbeit in der Praxis deutlich reduzieren müssen, falls er sie überhaupt noch ausüben könne. Sein Amt als Präsident des Berufsverbandes werde er niederlegen und bei der Neuwahl zum Vorsitz im SpiFa nicht erneut antreten. „Als KBV-Vorstände müssen wir unseren berufspolitischen Hut an der Garderobe abgeben.“

Angesichts des zerrütteten Verhältnisses zwischen KBV-Vorstand Regina Feldmann und seinem Vorgänger Köhler betonte Gassen, er setze auf eine konstruktive Zusammen­arbeit: „Ich bin da guter Dinge.“

Das Ende einer Ära

Mit dem Ausdruck gehen Journalisten oft leichtfertig um. Aber in diesem Fall passt er: Am 28. Februar endete mit dem Wechsel von Andreas Köhler zu Andreas Gassen für die Kassenärztliche Bundesvereinigung eine Ära. Mit stehenden Ovationen und den besten Wünschen ihres Vorsitzenden Hans-Jochen Weidhaas verabschiedete die Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) der KBV ihren Vorstandsvorsitzenden.

© HK/aerzteblatt.de
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