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Ärzteschaft

Hausärzte fordern mehr Weiterbildungs­stellen in NRW

Freitag, 28. Februar 2014

Köln/Berlin – Der Deutsche Hausärzteverband (DHÄV) hat die Kassenärztliche Vereini­gung (KV) Nordrhein zu mehr Engagement bei der Förderung von Weiterbildungsstellen für Fachärzte für Allgemeinmedizin aufgerufen. Es müsse möglich sein, dass alle angehenden Ärzte nach ihrer Approbation planmäßig ihre Weiterbildung in den Hausarztpraxen absolvieren könnten, so DHÄV-Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt.

„Es ist ein verheerendes Signal, wenn dem hausärztlichen Nachwuchs in unterversorgten Regionen wie im größten Bundesland Nordrhein-Westfalen von der KV die Tür vor der Nase zu gemacht wird“, sagte Weigeldt. Dem Verband zufolge hatten im November vergangenen Jahres die hausärztlichen Vertreter in der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KV Nordrhein einen Antrag gestellt, durch den die Anzahl der derzeit geförderten Weiterbildungsstellen für Allgemeinmedizin von 210 auf künftig 300 Stellen erhöht werden sollte.

Der Antrag wurde jedoch vom fachärztlichen Vorstand über den KV-Hauptausschuss nun erneut an die Ver­tre­ter­ver­samm­lung überwiesen. Parallel dazu habe die KV Nordrhein Anträge zur Einrichtung von Weiterbildungsstellen für das laufende Jahr abgewiesen. „Wir dürfen Anträge nicht auf die lange Bank schieben, die entscheidend dafür sind, ob wir junge Ärzte für die Allgemeinmedizin begeistern oder vom Hausarztberuf ab­schrecken“, kommentierte Weigeldt.

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Der Verband forderte die KV Nordrhein auf, ihren Gestaltungsspielraum wahrzunehmen und nun zeitnahe Lösungen zu finden – dies gelte vor allem im Hinblick auf drohende Versorgungslücken und fehlende Anreize für Medizinstudierende, sich für das Fach Allgemeinmedizin zu entscheiden. © hil/aerzteblatt.de

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