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Rund ein Viertel der Kindergarten­kinder mit Sprach­auffälligkeiten

Montag, 3. März 2014

dpa

Idstein – Die Sprachfähigkeiten von Kindergartenkindern haben Wissenschaftler der Hochschule Fresenius im Rahmen eines Sprachscreenings untersucht. Danach können rund zwei Drittel der Kinder ihrem Alter entsprechend gut sprechen und sich verständlich artikulieren. 23 Prozent erhielten allerdings die Empfehlung, wegen des Verdachts von Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung einen Kinderarzt zu konsultieren oder gemein­sam mit Logopäden eine exakte Diagnose über Schwächen im Zusammenhang mit der Sprache zu erreichen.

„Das Resultat ist insgesamt erfreulich und im Vergleich mit den Ergebnissen aus den Vorjahren auch konstant geblieben. Hier treten im Langzeitvergleich tatsächlich kaum oder nur geringe prozentuale Abweichungen auf“, sagt Maike Gumpert, stellvertretende Studiendekanin im Bereich Logopädie an der Hochschule Fresenius.

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Das Sprachscreening fand zum zwölften Mal statt. Im Herbst des vergangenen Jahres haben die Wissenschaftler dafür 290 Kinder von drei bis sechs Jahren in elf Kinder­gärten in Idstein, Niedernhausen und Umgebung untersucht. Im Fokus der Untersuchung standen dabei die drei Felder Sprachverständnis, Sprachgedächtnis und Aussprache.

Dabei sind die Forscher auf die besondere Situation mehrsprachiger Kinder besonders eingegangen. Von den 290 untersuchten Personen stammte im Herbst 2013 ein Viertel aus dieser Gruppe. Von ihnen bekamen 30 Prozent die Empfehlung zu einer Sprach­förderung. Diese sei klar von einer Diagnostikempfehlung zu trennen: Bei der Sprach­förderung gehe es allein um eine zusätzliche Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache.

Bei den Diagnostikempfehlungen gibt es laut der Erhebung zwischen einsprachig deutsch und mehrsprachig aufwachsenden Kindern kaum Unterschiede: In beiden Gruppen liege die Quote derjenigen mit Auffälligkeiten bei rund 26 Prozent. Die Abweichungen bewegen sich im Bereich von 0,1 Prozent. „Das Risiko für eine Sprachentwicklungsstörung hat also überhaupt nichts damit zu tun, in wie vielen Sprachen ein Kind unterwegs ist“, so Gumpert. © hil/aerzteblatt.de

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