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Politik

Helios-Chef De Meo kritisiert Überkapazitäten bei Krankenhäusern

Montag, 3. März 2014

Frankfurt – Überkapazitäten bei den Krankenhäusern hat der Vorsitzende der Geschäfts­führung der Helios Kliniken GmbH, Francesco De Meo, kritisiert. „Ich glaube nicht, dass es zu wenig Geld gibt für uns. Es gibt zu viele Krankenhäuser“, sagte er im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Beim „Aussortieren“ von überzähligen Krankenhäusern sollte es ihm zufolge um die Qualität gehen. „Es müssen die schlechten Häuser geschlossen werden, nicht die guten“, so De Meo.

Nach der Übernahme von 40 Rhön-Kliniken durch den Fresenius-Konzern ist die Fresenius-Tochter Helios die größte Klinikkette Deutschlands. Zu dem Kranken­hauskonzern gehören jetzt 110 Kliniken in Deutschland und 47 medizinische Versor­gungszentren. „Wir haben vier Millionen Patienten im Jahr, 68.000 Mitarbeiter und fünf Milliarden Euro Umsatz“, so De Meo.

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Laut dem Vorstandsvorsitzenden plant Helios keinen größeren Stellenabbau: „Da wir keine Hauptverwaltung übernommen haben, gibt es auf der Ebene keine Doppel­strukturen. Bei den Kliniken selbst sehe ich auch keinen konkreten Bedarf“, so der Helios-Chef. Stellenabbau solle es daher nur „über die Zeit, in kleinem Maße“, geben.

De Meo betonte in dem Interview die Bedeutung der Qualitätsausrichtung von Kliniken: „Wir glauben, dass der Wettbewerb unter den deutschen Kliniken über die Qualität entschieden wird“, sagte er. Zur Messung dieser Qualität gebe es „ganz einfache Zahlen wie die Sterblichkeit, zum Beispiel bei Schlaganfällen. Oder die Beatmungszeiten – in den meisten Kliniken wird zu lange beatmet“, betonte er. Er wies daraufhin, dass Helios seit Jahren die Ergebnisqualität messe und veröffentliche. © hil/aerzteblatt.de

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