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Ans Licht gekommen: Korruptionsaffäre bei Sanofi

Dienstag, 4. März 2014

Frankfurt/M. – Eine Korruptionsaffäre des französischen Pharma-Unternehmens Sanofi ist jetzt ans Licht gekommen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Danach hat Sanofi schon im Mai vergangenen Jahres 28 Millionen Euro Geldbuße bezahlt, ohne dass dies bekannt geworden war. Außerdem hat der Konzern zwei Mitarbeiter entlassen. Sie erhielten und akzeptierten Vorstrafen, die aber diskret verhängt wurden, weil hierbei keine öffentliche Gerichtsverhandlung stattfand.

Die Sprecherin der deutschen Landesgesellschaft von Sanofi bestätigte gegenüber der FAZ, dass der Konzern das von der Staatsanwaltschaft festgelegte Bußgeld gezahlt habe. Die Zahlung beruht auf dem Ordnungswidrigkeitengesetz und wurde vom Amtsgericht Winsen an der Luhe auf Antrag der Staatsanwaltschaft verhängt.

Man habe die Geldbuße akzeptiert, um das Verfahren nicht unnötig zu verzögern, sagte die Sprecherin. Von den beiden verantwortlichen Mitarbeitern habe sich das Unter­nehmen schon vor dem Ende des Verfahrens getrennt. Interne Ermittlungen hätten ergeben, dass sie die illegalen Geschäfte bereits vor dem Zusammenschluss der beiden Konzerne Sanofi und Aventis im Jahr 2004 begonnen hätten.

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Sanofi zählt mit einem Umsatz von zuletzt 27,3 Milliarden Euro im Jahr zu den zehn größten Pharmakonzernen der Welt. Er unterhält einen seiner wichtigsten Produktions- und Forschungsstandorte in einem Stadtteil von Frankfurt. Hintergrund ist, das der französische Pharmakonzern Aventis das deutsche Unternehmen Hoechst übernommen hatte, bevor Aventis mit Sanofi-Synthelabo zu Sanofi-Aventis fusionierte.

Die beiden Sanofi-Mitarbeiter haben offenbar an einen externen Berater eines Sanofi-Kunden Schmiergeld gezahlt. Der Mann wirkte daraufhin auf den Kunden ein, der große Bestellungen tätigte. Gegen diesen Berater laufe das Verfahren wegen Bestechlichkeit noch. Anders als die Sanofi-Mitarbeiter habe er einen Strafbefehl gegen sich nicht hinnehmen wollen. © hil/aerzteblatt.de

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