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Hochschulmedizin lehnt neue Universitätsklinika ab

Dienstag, 4. März 2014

Berlin – Gegen die Gründung neuer kleiner Medizinfakultäten haben sich der Medizi­nische Fakultätentag (MFT) und der Verband der Universitätsklinika Deutschlands ausgesprochen. Sie bekräftigen damit eine Empfehlung der Expertenkommission Forschung und Innovation.

„Wie die Expertenkommission ist auch die Deutsche Hochschulmedizin gegen eine weitere Fragmentierung der Universitätsmedizin. Die Kommission bekräftigt mit ihrem Gutachten die vom Wissenschaftsrat verabschiedete ‚Stellungnahme zu Leistungs­fähigkeit, Ressourcen und Größe universitätsmedizinischer Einrichtungen‘“, sagte MFT-Präsident Heyo Kroemer.

Michael Albrecht, Vorsitzender des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands, gibt zu bedenken: „Bis ein neuer hochschulmedizinischer Standort soweit entwickelt ist, dass Qualität und Leistung stimmen, kostet das sehr viel Geld und dauert mindestens ein Jahrzehnt, wenn nicht sehr viel länger.“ Statt über Neugründungen nachzudenken, sollten die vorhandenen Einrichtungen gestärkt werden. „Wir haben in Deutschland nicht zu wenige, sondern zu schlecht finanzierte Standorte“, so Albrecht.

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Der Wissenschaftsrat empfiehlt in Bezug auf die Lehre als Untergrenze für eine Medizi­nische Fakultät rund 60 hauptamtliche humanmedizinische Professoren. Mit diesen berufenen Hochschullehrern könnten knapp 200 Studienanfänger pro Jahr ausgebildet werden, so der Wissenschaftsrat. © hil/aerzteblatt.de

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