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Jena wird Nationales Referenzzentrum für Pilzinfektionen

Donnerstag, 6. März 2014

Jena – Das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie, Hans-Knöll-Institut (HKI), in Jena wird Nationales Referenzzentrum für invasive Pilzinfektionen (NRZMyk). Die Mikrobiologen des HKI arbeiten eng zusammen mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem Universitätsklinikum und dem Zentrum für Innovationskompetenz Septomics, einem fakultätsübergreifenden Forschungszentrum der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Referenzzentren überwachen sich schnell ausbreitende Erkrankungen wie Grippe, Masern oder Pilzinfektionen. Die Wissenschaftler des HKI befassen sich mit der Infektionsbiologie human-pathogener Pilze. Sie untersuchen die molekularen Mechanismen der Krankheitsauslösung und Wechselwirkungen mit dem menschlichen Immunsystem. Neue Naturstoffe aus Mikroorganismen werden auf ihre biologische Aktivität untersucht und für mögliche Anwendungen als Wirkstoffe zielgerichtet modifiziert.

Das HKI hat sich zum Ziel gesetzt, Ansprechpartner für Ärzte und Mikrobiologen aus ganz Deutschland sein, auch wenn sich ein Arzt bei der Diagnose einer Pilzinfektion unsicher sei. Ein Anruf im Referenzzentrum könne weiterhelfen. Der vom Robert-Koch-Institut berufene Leiter des Referenzzentrums, Oliver Kurzai, erläutert: „Wir können dem Kollegen dann eine Beratung anbieten oder auch spezielle Untersuchungen durchführen, um die Krankheitserreger zu bestimmen.

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Dafür stehen uns hier im Labor Untersuchungsmethoden zur Verfügung, die es in Routinelabors nicht gibt.“ Die finanzielle Förderung durch das Bundesgesund­heitsministerium will das Referenzzentrum insbesondere dafür einsetzen, medizinisch wichtige, aber teure Spezialuntersuchungen unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.

„In unserer Rolle als Referenzzentrum wollen wir nicht nur unsere Hilfe anbieten, sondern auch noch stärker als bisher praktizierende Ärzte mit Wissenschaftlern zusammen­bringen“, erläutert Kurzai. Die Erfahrungen und Patientendaten der Ärzte und die Forschungsmöglichkeiten der Wissenschaftler können gemeinsam die Erforschung der Pilzinfektionen verbessern, so der HKI-Leiter. Davon würden Kliniker und Grundlagen­forscher gleichermaßen profitieren. © hil/aerzteblatt.de

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