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Virologen erinnern an FSME-Impfung

Donnerstag, 6. März 2014

Ulm – Auf die Gefahr einer Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Flaviviren hat die Gesellschaft für Virologie (GfV) hingewiesen. „Viele Menschen unterschätzen die Gefahr, die von Zecken ausgeht“, sagt der Vizepräsident der Gesellschaft, Franz Heinz. Vor FSME schütze nur eine Impfung. Menschen, die in FSME-Risikogebieten lebten, eine Reise dorthin planten und sich in der Natur aufhielten, sollten diese jetzt nachholen, so die Empfehlung der GfV. Denn eine spezielle Therapie der FSME gebe es nicht.

Dank des milden Winters sind laut der Fachgesellschaft schon jetzt Zecken in einigen Gegenden aktiv. In Deutschland sind 20 Arten davon heimisch, darunter der Gemeine Holzbock, der das FSME-Virus überträgt. Die Zecken erwachen mit den steigenden Temperaturen im Frühjahr aus ihrer Winterstarre. Sie halten sich gern auf Wiesen und im Unterholz auf. Ein Infektionsrisiko besteht daher in der gesamten warmen Jahreszeit von Frühjahr bis in den Spätherbst.

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„Am besten lassen sich Menschen, die in den bekannten FSME-Risikogebieten leben und sich viel in der Natur aufhalten, bereits im Winter impfen. Aber auch jetzt, mit Beginn der warmen Jahreszeit, ist es noch nicht zu spät“, so Heinz. Die Grundimmunisierung bestehe aus zwei Teilimpfungen. Für einen mehrjährigen Schutz sei eine dritte Impfung nach etwa einem Jahr nötig.

In Deutschland kommt das FSME-Virus vor allem in Bayern und Baden-Württemberg sowie in Südhessen, Thüringen und Teilen von Nordhessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland vor. Möglicherweise als Folge der Klimaveränderungen kamen in den letzten Jahren neue Verbreitungsgebiete des FSME-Virus hinzu, etwa in Nordeuropa, in Alpentälern und in einigen Mittelgebirgsregionen. Im Jahr 2013 wurden dem Robert Koch-Institut 420 Infektionen gemeldet. © hil/aerzteblatt.de

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