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Medizin

Klimawandel: Malaria steigt auf die Berge

Freitag, 7. März 2014

Die Stechmücke "Anopheles quadrimaculatus" kann Malaria übertragen /dpa

Ann Arbor Michigan – Im von Kolumbien und Äthiopien ist es in den letzten Jahrzehnten zu einem Anstieg der Malariaerkrankungen gekommen. Klimaforscher halten dies in Science (2014; 343: 1154-1158) für eine Folge der Klimaerwärmung, die die Ausbrei­tungsgebiete der Malaria bereits verändert hätten.

Für das Departament Antioquia im Westen Kolumbiens gibt es nicht nur genaue Klima­daten. In den Jahren 1990 bis 2005 wurden in zahlreichen Bezirken auch monatlich die Neuinfektionen mit Plasmodium falciparum erfasst. Ähnlich war die Situation für Debre Zeyit in Zentral-Äthiopien für die Zeit zwischen 1993 und 2005.

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Ein Forscherteam um Mercedes Pascual von der Universität von Michigan in Ann Arbor hat die Daten ausgewertet und dabei beobachtet, dass die Ausbreitungsgebiete der Malaria sich in wärmeren Monaten in höhere Gebirgslagen ausdehnen. In kälteren Monaten gibt es eine Bewegung in die Gegenrichtung.

Der Anstieg der Temperatur um etwa ein Grad Celsius, zu dem es seit 1980 gekommen ist, erklärt Pascual zufolge die Zunahme der Erkrankungsfälle in den Hochlandregionen der beiden Länder. Ein weiterer Anstieg würde vor allem Äthiopien treffen, wo 37 Millionen Menschen, mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung, in einer Höhe von 1600 bis 2400 Metern über Normalnull leben. In einer früheren Untersuchung hatte Pascual geschätzt, dass es hier bei einer weiteren Erwärmung um ein Grad Celsius zu 3 Millionen zusätzlichen Erkrankungen bei Kindern unter 3 Jahren kommen könnte. © rme/aerzteblatt.de

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