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Politik

Studie: Crystal Meth erreicht die Arbeitswelt

Montag, 10. März 2014

meth-dpa

Berlin – Die gefährliche Droge Crystal Meth wird von vielen Konsumenten auch bei der Arbeit genommen. Das zeigt eine vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium in Auftrag gege­bene Studie, wie Spiegel und Welt am Sonntag (WamS) berichteten. Die Hälfte der befragten Crystal-Konsumenten gaben demnach neben der „angenehmen Wirkung der Substanz“ den Beruf als Motiv für ihren Drogenkonsum an. Ein Drittel nennt Schule und Studium als Grund.   

Laut der Umfrage unter annähernd 400 Konsumenten von Crystal und Speed gab eine große Mehrheit der Befragten (73,7 Prozent) an, Crystal Meth bei Raves oder Partys zu konsumieren. Die Studie zeigt laut WamS aber auch, dass viele beim Sex (50,3 Prozent) auf die Droge zurückgreifen, die auch als Stimmungsaufheller genutzt wird. Rund ein Viertel der Befragten (26,6 Prozent) gab an, die Droge aus dem grenznahen Ausland zu beschaffen.   

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 Die Sicherheitsbehörden warnen vor der Ausbreitung der Droge, die häufig in Tschechien hergestellt wird und deshalb bislang vor allem in Sachsen und Bayern ein großes Problem ist. Eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes (BKA) sagte der WamS, es sei mit einer „weiteren Ausweitung des Phänomens“ zu rechnen.  

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), sagte dem Spiegel, es gebe „Hinweise auf eine Ausweitung der Droge aus dem deutsch-tschechischen Grenzgebiet bis hin in grenzfernere Regionen, insbesondere in deutsche Großstädte“. Sie forderte „mehr Aufklärung“. Mortler will die Studie in dieser Woche offiziell vorstellen.   

Crystal ist eine synthetische Droge, macht schnell abhängig und wird für den deutschen Markt vor allem in tschechischen Drogenlabors produziert. Für die Nervenzellen ist Crystal hochgiftig. Vor allem der Langzeitkonsum kann zu Nervenschäden, Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen, Zahnausfall, Herzproblemen, Hautentzündungen und Psychosen führen. Laut BKA wurden 2012 2.556 Menschen erstmals wegen der Droge bei den Behörden auffällig, das waren 51 Prozent mehr als im Jahr davor. © dpa/aerzteblatt.de

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