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Ärzteschaft

Neue Regeln für den ärztlichen Bereitschaftsdienst in Hessen

Dienstag, 11. März 2014

Frankfurt/M. – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen hat auf Veränderungen beim ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) des Bundeslandes hingewiesen. Ab Anfang April beginne die zweite von fünf Phasen der Umstrukturierung.

In Hessen wird der ärztliche Bereitschaftsdienst seit 2013 neu organisiert, damit Patienten auch künftig immer Hilfe bekommen und Ärzte mehr Hausbesuche anbieten können. Dies werde möglich, indem die KV Bereitschaftsdienst-Zentralen für einzelne Regionen einrichte. Die diensthabenden Ärzte haben eine klare Aufgabenteilung: Entweder versorgen sie Patienten zu Hause oder sie verrichten einen Präsenzdienst in der Bereitschaftsdienstzentrale.

Wenn Patienten ärztliche Hilfe außerhalb der Sprechzeiten der Praxen benötigen, können sie sich telefonisch an die unentgeltiche bundesweit gültige Rufnummer 116 117 wenden. Sie erreichen über diese Nummer medizinisches Fachpersonal der ÄBD-Dis­posi­tionszentrale in Kassel, denen sie ihre Symptome schildern können. Je nach Art der Erkrankung wird mit mobilen Patienten vereinbart, zu einer Untersuchung in eine ärztliche Bereitschaftsdienst-zentrale zu fahren.

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Sind Anrufer nicht mobil oder hat die ÄBD-Zentrale geschlossen, wird veranlasst, dass ein Arzt sie zu Hause aufsucht. „Für Patienten ist dies sehr komfortabel, denn sie haben die Gewissheit, jederzeit ärztlich versorgt zu werden“, hieß es aus der KV. Im Gegenzug müssten mobile Patienten allerdings möglicherweise etwas weitere Wegstrecken in Kauf nehmen.

Die Veränderungen sind erforderlich, weil rund ein Viertel der hessischen Hausärzte 60 Jahre oder älter ist und absehbar ist, dass sie bald einen Nachfolger suchen. „Junge Ärzte wollen aber nur eine Praxis übernehmen, wenn sie selten Bereitschaftsdienste machen müssen“, hieß es aus der KV. Mit der Reform sorge die KV Hessen für attraktivere Niederlassungsbedingungen, damit Patienten in ländlichen Regionen auch noch übermorgen einen Hausarzt in erreichbarer Nähe hätten.

Ab April nehmen in Hessen acht Bereitschaftsdienst-Zentralen ihre Arbeit auf, nämlich die ÄBD Korbach, Rüsselsheim, Bergstraße, Odenwald, Alsfeld, Marburg-Biedenkopf, Bad Hersfeld und Wetterau. © hil/aerzteblatt.de

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