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Greifswalder Gynäkologisches Tumorzentrum zertifiziert

Mittwoch, 12. März 2014

Greifswald – Die Deutsche Krebsgesellschaft hat das Greifswalder Gynäkologische Tumorzentrum zertifiziert. „In Greifswald steht somit den Patientinnen geprüfte Behandlungsqualität für alle gynäkologischen Krebserkrankungen und ihre Therapie zur Verfügung“, erläuterte der Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Marek Zygmunt.

Die drei häufigsten gynäkologischen Tumore sind der Gebärmutterkörperkrebs, Eierstockkrebs und Gebärmutterhalskrebs. In Deutschland erkranken jährlich etwa 27.000 Frauen an einem Krebs der weiblichen Geschlechtsorgane. „Die Diagnostik und Behandlung der gynäkologischen Tumorerkrankungen nach den hochwertigen Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft sind ein Bestandteil des Erfolges sowie der besseren Prognose und Therapie“, betonte Alexander Mustea.

Er ist Stellvertretender Direktor der Klinik und leitet das Gynäkologische Tumorzentrum. Die Ärzte des Zentrums betreuen die Patientinnen in enger Abstimmung mit der Chirurgie, der Strahlentherapie, der Urologie, der Hämato-Onkologie, der Radiologie, der Psycho-Onkologie und dem Sozialdienst.

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„Die Verbesserung der onkologischen Ergebnisse und der Behandlung der Patientinnen kann nur im Rahmen klinischer Studien erfolgen“, betonte der Zentrumsleiter. Zurzeit betreuten die Ärzte sechs größere Studien zur Behandlung von Patientinnen mit Eierstockkrebs. Zwei operative internationale Studien zum Eierstockkrebs und Gebärmutterhalskrebs seien gerade abgeschlossen und in der Auswertung.

„Darüber hinaus ist eine durch das Greifswalder Gynäkologische Tumorzentrum initiierte und geleitete nationale Studie mit 14 Partnern angelaufen, in der es um die Behandlung einer extrem seltenen Krankheit von Weichgewebstumoren der Gebärmutter geht“, so Mustea.

Für jede Tumorart wird in Greifswald eine biologische Tumorbank geführt. Im Falle von Eierstockkrebs befinden sich die anonymisierten Daten von mehr als 4.000 Patientinnen in dieser Tumorbank. Auf Basis der Tumorbank laufen mehrere Forschungsvorhaben und zwei internationale EU-Projekte zum Zervixkarzinom und Eierstockkrebs. © hil/aerzteblatt.de

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