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Medizin

Minimal-invasiver Ersatz einer Aortenklappe

Mittwoch, 12. März 2014

Saint-Etienne – Französische Thoraxchirurgen haben ein Verfahren zur minimal-invasiven Implantation einer Aortenklappe entwickelt. Die ersten beiden Operationen verliefen ihrem Bericht im Journal of Thoracic and Cardiovascular Surgery (2014; 147: 1091-1093) zufolge erfolgreich.

Traditionell erforderte der Aortenklappenersatz eine offene Operation am Herzen. Eine Fortentwicklung war die Mini-Sternotomie, bei der nur der obere Teil des Brustbeins durchtrennt werden musste. Der nächste Schritt war eine rechtsseitige Mini-Thorako­tomie, berichtet Marco Vola vom Centre Hospitalier Universitaire in Saint-Etienne. Hier erfolgt der Zugang über einen längeren Schnitt im Intrakostalraum. Das Brustbein muss nicht mehr durchtrennt werden.

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Vola kommt jetzt ganz ohne Längsschnitt aus. Der total-endoskopische Aortenklappen­ersatz (TEAVR) erfolgt wie bei anderen „Schlüsselloch-Operationen“ über mehrere punktförmige Inzisionen. Möglich wurde dies letztlich durch die Entwicklung von nahtlosen Bioprothesen, die auf einem selbst-expandierenden Metall-Stent in die Aorta eingeführt werden. Die offene Operation nähert sich damit der kathetergestützten Aortenklappen­implantation (TAVI) an, die in der Regel von der Leistenarterie aus erfolgt und bei älteren Patienten vorgezogen wird, für die eine offene Operation zu riskant erscheint.

Die TEAVR könnte hier eine Alternative sein, da sie als minimal-invasiver Eingriff den Patienten weniger belastet als ein konventioneller Eingriff. Bei den ersten beiden Patienten verlief die Operation komplikationslos. Die Prothesen konnten innerhalb von 45 Minuten implantiert werden. Ein Vorteil der TEAVR besteht laut Vola darin, dass im Fall einer Komplikation jederzeit auf eine Mini-Thorakotomie gewechselt werden kann. Auch bei ihr sei die Traumatisierung der Patienten gering. © rme/aerzteblatt.de

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