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Politik

Regierung schließt weitere Lieferengpässe bei Arzneimitteln nicht aus

Donnerstag, 13. März 2014

Berlin – Die Bundesregierung schließt auch künftig Lieferengpässe bei Impfstoffen und anderen Arzneimitteln nicht aus.  „Lieferengpässe oder Lieferunfähigkeiten bei einzelnen Impfstoffen können immer wieder auftreten und sind in der Regel zeitlich begrenzt“, heißt es in der Antwort des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums auf eine kleine Anfrage der Linken, die heute veröffentlicht wurde.

Nach Informationen der Bundesregierung haben die zuletzt aufgetretenen Liefereng­pässe bisher nur in Einzelfällen zu Verzögerungen bei Impfungen geführt. „Krankheitsausbrüche aufgrund nicht erfolgter Impfung sind bisher nicht aufgetreten“, heißt es in der Stellungnahme.

Seit 2012 kam es bei einigen Arzneimitteln zu Lieferengpässen. Betroffen waren unter anderem Krebsmittel, Antibiotika, Schilddrüsenhormone und Impfstoffe. Zuletzt hatte es wegen Produktionsproblemen Engpässe bei einem Windpocken-Impfstoff und dem Masern-Mumps-Röteln-Windpocken-Kombiimpfstoff eines Herstellers gegeben. Inzwischen wurden bereits wieder erste Chargen freigegeben. Entsprechende Impfstoffe gibt es auch von anderen Herstellern.

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Arzneimittel und Impfstoffe: Verfügbarkeit wird zum Problem

Wegen Lieferengpässen sind zurzeit drei Impfstoffe der Firma Glaxosmithkline nicht verfügbar. Der Fall hat die Diskussion um Ursachen und Folgen solcher Engpässe neu entfacht. Eine Nachricht, die für Schlagzeilen sorgte: Die Pharmafirma Glaxosmithkline (GSK) teilt mit, dass sie im Laufe des ersten Quartals 2014 die Lieferung von drei Impfstoffen einstellen muss.

Als Grund für die Lieferprobleme bei einigen Arzneimitteln hatte die Pharmaindustrie eine unerwartet hohe Nachfrage, Qualitätsmängel bei der Herstellung, eingeschränkte Produktionskapazitäten, aber auch einen zunehmenden Kostendruck im Arzneimittelbereich genannt.

Als Reaktion darauf war im vergangenen Jahr auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Datenbank eingerichtet worden, über die Unternehmen Lieferengpässe melden sollen. Die Meldungen sind allerdings freiwillig. In vielen Fällen stehen laut Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium auch alternative Arzneimittel für die Behandlung zur Verfügung. Lieferengpässe führten damit „nicht zwangsläufig zu Versorgungsengpässen“.

Die Linkspartei warf der Regierung Untätigkeit vor. Das freiwillige Melderegister für die Hersteller sei unzureichend, kritisierte Kathrin Vogler, Sprecherin für Arzneimittelpolitik und Patientenrechte in der Linken-Bundestagsfraktion. Auch müssten der Pharmagroßhandel und die Apotheken einbezogen werden.

© hil/aerzteblatt.de

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