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Essgewohnheiten der Deutschen kaum verändert – aber mehr Vegetarier

Freitag, 14. März 2014

Karlsruhe – In den vergangenen Jahren haben sich die Essgewohnheiten der Deutschen kaum verändert. Mit einer Ausnahme: Die Zahl der Vegetarier im Land hat sich fast verdoppelt. Das berichten Wissenschaftler des Max Rubner-Instituts im Rahmen des 51. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Sie bezogen sich dabei auf aktuelle Auswertungen des sogenannten Nationalen Ernährungs­monitorings.

Darin wird das Ernährungsverhalten der deutschsprachigen Bevölkerung seit 2008 konti­nu­ierlich beobachtet. Die jetzt vorgelegten Ergebnisse beruhen auf Daten von 1.800 Per­so­nen aus dem Befragungszeitraum 2008 bis 2012. Diese Befragungsergebnisse haben die Wissenschaftler in Beziehung gesetzt zu Auswertungen der Nationalen Verzehrs­studie II aus den Jahren 2005 bis 2007.

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Für die meisten der untersuchten Lebensmittelgruppen ergaben sich dabei keine Veränderungen, so beim Verzehr von Fleisch und Wurstwaren, Gemüse, Backwaren und Getreideprodukten oder Milchprodukten. Männer wie Frauen essen seit der Nationalen Verzehrsstudie II allerdings rund 14 Prozent weniger Obst und liegen noch weiter unter der Empfehlung der DGE als vor sechs Jahren.

Zudem trinken sie weniger Obstsaft und Nektar. Dafür hat das Wasser als Getränk bei beiden Geschlechtern weiter gewonnen, ebenso wie Tee und Kaffee. Frauen haben darüber hinaus etwas mehr Süßwaren verzehrt und auch mehr Fette oder Öle zu sich genommen. „Insgesamt hat sich der Lebensmittelverzehr der Teilnehmer im Hinblick auf die lebensmittelbasierten Empfehlungen der DGE nicht verbessert“, so das Fazit der Forscher.  

Deutlich verändert hat sich im Vergleich zur Nationalen Verzehrsstudie II aber die Zahl der Vegetarier. Ihr Anteil ist von rund einem Prozent auf fast zwei Prozent im Jahr 2012 gestiegen. Auch die Zahl der Menschen ist gestiegen, die zwar auf Fleisch und Wurstwaren verzichten, aber Fisch essen – von rund 0,7 Prozent in auf nun etwa 1,5 Prozent.

© hil/aerzteblatt.de

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