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Ärzteschaft

Hartmannbund fordert mehr Sachlichkeit in der Diskussion zur stationären Versorgung

Freitag, 14. März 2014

Berlin – Zu einer offenen Diskussion um die Krankenhausfinanzierung und die Zahl der Häuser hat der Hartmannbund (HB) Klinikträger und Krankenkassen aufgefordert. Am Ende einer solchen Diskussion müsse eine ehrliche Antwort auf die Frage stehen, welche Klinikstrukturen unter dem Aspekt von Versorgungsdichte, Aufgabenteilung und sinnvoller Spezialisierung noch erforderlich und finanzierbar seien, sagte der HB-Vorsitzende Klaus Reinhardt.

Statt „weiterhin Hunderttausende Euro für Diffamierungs- und Rechtfertigungs­kampagnen auszugeben“, sollten Kassen und Krankenhausgesellschaft diese grundsätzliche Debatte ohne Denkverbote führen, so der HB-Vorsitzende. „Kliniken sind weder gewinnorientierter Selbstzweck noch Denkmäler für Landräte“, sagte Reinhardt.

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Der HB-Chef mahnte einen grundsätzlichen Konsens zwischen Klinikträgern, Kosten­trägern, Ärzteschaft und Politik über ein zukunftsfähiges Versorgungskonzept an. Ein einfaches Weitermachen in den historisch sehr heterogen gewachsenen Strukturen werde den Anforderungen an eine moderne Versorgung, die sich am aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft orientiere, nicht gerecht.

„In keinem Fall können Kostendruck und strukturelle Fehlentscheidungen dauerhaft auf dem Rücken von Ärzten und Pflegern abgeladen werden, die unter immer schwierigeren wirtschaftlichen Bedingungen Höchstleistungen erbrächten“, so der HB-Vorsitzende.

© hil/aerzteblatt.de

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