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Medizin

HIV: Sexuelle Übertragung von Frau zu Frau

Freitag, 14. März 2014

Atlanta – Männer, die Sex mit Männern haben, (MSM) gelten als Hauptrisikogruppe für eine HIV-Infektion. Ein Fallbericht im Morbidity and Mortality Weekly Report (MMWR 2014; 63: 209-212), zeigt jedoch, dass sich auch Frauen über sexuelle Kontakte mit Frauen infizieren können.

Eine 46-jährige Frau, die seit mehr als zehn Jahren keine heterosexuellen Kontakte hatte und nicht intravenös Drogen konsumierte, hat sich im vergangenen Jahr nach Ein­schätzung des Centers for Disease Control and Prevention in Atlanta aller Voraussicht nach bei ihrer 43-jährigen Sexualpartnerin angesteckt. Bei dieser war seit 2008 eine HIV-Infektion bekannt, und sie soll seit November 2010 keine antiretroviralen Medika­mente mehr eingenommen haben.

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Die Ansteckung ließ sich auf einen Zeitraum von wenigen Wochen eingrenzen, da die Frau zweimal zur Plasmaspende gegangen war. Das erste Mal war sie noch HIV-negativ, beim zweiten Termin wurde sie aufgrund einer HIV-Infektion abgewiesen. Ein genetischer Vergleich der Viren von beiden Frauen ergab laut dem CDC-Bericht eine Überein­stimmung von 98,7 Prozent im Virusgen „gag“und von 98,0 Prozent in den Genen „env“ und „pol“.

Auf Befragung gab das Paar regelmäßige sexuelle Kontakte an, bei denen sie Sexspiel­zeuge verwendete und bei denen es teilweise zu Blutungen gekommen sei. Für die CDC-Autorin Patricia Joyce ist damit die Beweiskette geschlossen. Auch wenn epidemiologische Studien darauf hindeuten, dass das Ansteckungsrisiko geringer sei als bei MSM, sollten sich Frauen, die Sex mit Frauen haben, an die bekannten Vorsichtsmaßnahmen halten. © rme/aerzteblatt.de

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