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Celesio leidet unter Rabattschlacht und starkem Euro

Dienstag, 18. März 2014

dpa

Stuttgart – Der kürzlich vom US-Konzern McKesson übernommene Pharmahändler Celesio hat 2013 die anhaltende Rabattschlacht im deutschen Arzneimittelhandel zu spüren bekommen. Auch der starke Euro belastete das Unternehmen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie Sonderposten sei um 4,8 Prozent auf 423,6 Millionen Euro gesunken, teilte die im MDax notierte Gesellschaft am Dienstag mit.

Damit erfüllten die Stuttgarter ihr Mitte August gesenktes Ergebnisziel. Der Umsatz schrumpfte um 3,9 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro. „Speziell hier in Deutschland hat ein Rabattwettbewerb stattgefunden, den unsere Branche so wohl noch nicht erlebt hat“, sagte Celesio-Chefin Marion Helmes. „Seit mehr als einem Jahr haben wir mit dieser sehr speziellen Situation zu kämpfen.“

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Unterm Strich schrieb das Unternehmen zwar einen Gewinn von 166,4 Millionen Euro nach einem Verlust von 149,0 Millionen Euro. In der Vorjahreszahl sind allerdings Sondereffekte wie etwa Abschreibungen auf verkaufte Töchter eingerechnet.

Profitieren konnte Celesio von seiner neuen Struktur – der engeren Verzahnung von Apotheken und Großhandel. 2013 hatte das Unternehmen seine Einkaufsaktivitäten gebündelt und so zusätzliche Kosten gespart. Auf das laufende Geschäftsjahr blickt der Pharmahändler mit vorsichtigem Optimismus: Der operative Gewinn soll bereinigt um Sonderposten leicht über dem Niveau von 2013 liegen.

Rückenwind erhoffen sich die Stuttgarter dabei auch vom Ausbau ihres europäischen Apothekennetzwerks. Unter dem Markennamen „Lloyds“ gibt es den Angaben zufolge mittlerweile 100 Pilotapotheken. Hierzulande beteiligen sich etwa erste Apotheken in Hamburg und Ingolstadt.

Celesio hat unruhige Zeiten hinter sich. Erst 2013 rückte Marion Helmes auf den Chefsessel, nachdem der damalige Celesio-Chef Markus Pinger das Unternehmen verlassen hatte. Zuletzt verleibte sich zudem der US-Branchenkollege McKesson die Stuttgarter ein – in einem ersten Anlauf war die Übernahme zunächst gescheitert.

Zusammen sollen beide Firmen mit rund 81 500 Mitarbeitern weltweit und einem Jahresumsatz von mehr als 150 Milliarden US-Dollar (111 Mrd Euro) einen der größten Pharmahändler bilden. Das Thema Wachstum stehe nun „absolut im Vordergrund“, erklärte Helmes: „Aus heutiger Sicht stehen weder Arbeitsplätze noch Standorte infrage.“ Zwar sei man nach der Übernahme noch in der Findungsphase. Aber: „An unserer Strategie wird sich durch die neue Konstellation nichts ändern.” © dpa/aerzteblatt.de

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