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Politik

Erstmals fusionieren Krankenhäuser in kommunaler und kirchlicher Trägerschaft

Dienstag, 18. März 2014

Koblenz – Das kommunale Gemeinschaftsklinikum Kemperhof Koblenz – St. Elisabeth Mayen und das christlich geprägte Stiftungsklinikum Mittelrhein fusionieren rückwirkend zum 1. Januar. Nach den Gesellschaftern des Stiftungsklinikums und dem Koblenzer Stadtrat stimmte am Montagabend auch der Kreistag Mayen-Koblenz dem Zusammen­schluss zu. Damit kommt es zu einem in dieser Form erstmaligen Zusammenschluss von Klinikverbünden in kommunaler und kirchlicher Trägerschaft. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Fusion mit rund 60 Millionen Euro.

Das neue Unternehmen soll unter dem Namen Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein gGmbH firmieren; es wird das in Rheinland-Pfalz vierte Klinikum der Maximalversorgung sein. Seinen Versorgungsauftrag soll es auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes umsetzen. Die neue Trägergesellschaft gehört dem Diakonischen Werk Rheinland an.

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Die rund 3.600 Mitarbeiter sollen demnach außerhalb des kirchlichen Arbeitsrechts nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst beziehungsweise nach dem für Ärzte vergü­tet werden. Das neue Unternehmen soll das Betriebsverfassungsgesetz anwenden und ein mitbestimmtes Unternehmen mit Betriebsrat sein. Fusionsbedingte Kündigungen soll es bis zum 31. Dezember 2016 auf keinen Fall geben. Die Zustimmung des Bundeskartell­amts steht noch aus, ebenso die notarielle Unterschrift. © kna/aerzteblatt.de

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