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Ärzteschaft

KV Rheinland-Pfalz begrüßt Initiative der Landesregierung gegen den Ärztemangel

Dienstag, 18. März 2014

Mainz – Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP) hat das Zukunfts­programm „Gesundheit und Pflege 2020“ der Landesregierung begrüßt. „Die Prognosen der Versorgungsforschung zur Entwicklung der ambulanten ärztlichen Versorgung im Land tragen Früchte“, hieß es aus der KV.

Sie stelle durch ihre Versorgungsforschung seit 2009 Daten zum Stand und zur voraus­sichtlichen Entwicklung der ambulanten ärztlichen Versorgung in Rheinland-Pfalz zur Verfügung. Die auf Basis dieser Daten berechneten Prognosen hätten deutlich gezeigt, dass ohne Gegenmaßnahmen insbesondere auf dem Land zum Teil gravierende Versor­gungsengpässe drohen.

„Die ersten Auswirkungen des sich verschärfenden Ärztemangels sind bereits spürbar. Schon heute finden sich für Landarztsitze immer weniger Nachfolger“, warnte die KV. Bis zum Jahre 2020 gingen voraussichtlich mehr als die Hälfte der derzeit praktizierenden Ärzte in den Ruhestand.

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Das Programm „Gesundheit und Pflege 2020“ greift laut KV wichtige Impulse auf: Dazu gehört die Einrichtung eines Lehrstuhls für Allgemeinmedizin an der Johannes Guten­berg-Universität Mainz sowie Stipendien für Medizinstudierende, wenn sie ihr Wahlprak­tikum im Praktischen Jahr in der Allgemeinmedizin absolvieren. Mit der finanziellen Förderung von Praxisgründungen, Praxisübernahmen oder Zweigpraxisgründungen federe das Programm finanzielle Risiken ab und erleichtere die Wiederbesetzung von Arztsitzen.

Die Förderung der Ausbildung von „Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis“ (VERAH)“ entlaste Ärzte von Routinetätigkeiten. Die Förderung von Gesundheitszentren und telemedizinischen Projekten seien weitere positive Ansätze des Programms.

Die KV betonte, die wichtigste Maßnahme gegen den Ärztemangel sei, bundesweit gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die wieder mehr junge Ärzte dazu ermutigen, eine Tätigkeit in der ambulanten ärztlichen Versorgung anzustreben. „Verlässliches und kalkulierbares Einkommen, Abbau der Regressgefahr und Entbürokratisierung sind hier wichtige Ansätze“, hieß es aus der KV. © hil/aerzteblatt.de

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