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Politik

Zuwanderung kann Fachkräftemangel nicht aufhalten

Dienstag, 18. März 2014

Sankt Augustin – Düstere Aussichten für das Gesundheitswesen gibt eine neue Arbeitsmarktprognose. Die vom Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und dem Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sogenannte Qualifikations- und Berufsfeldprojektion geht davon aus, dass es besonders im mittleren Qualifikations­bereich künftig zu wenige Fachkräfte geben wird. Dies gilt besonders für das Gesundheitswesen.

„Trotz einer seit dem Jahr 2010 stetig zunehmenden Zuwanderung sowie steigender Erwerbsquoten wird es möglicherweise nicht gelingen, den drohenden Fachkräfte­engpass im mittleren Qualifikationsbereich – also bei Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung – zu verhindern“, so die Institute.

Die „Projektionen“ geben einen Überblick über die mögliche Entwicklung des Arbeits­marktes in Deutschland bis zum Jahr 2030. Die aktuellen Berechnungen berücksichtigen dabei den Anstieg der Erwerbstätigenquote von 66 Prozent im Jahr 2005 auf knapp 73 Prozent im Jahr 2012 sowie die erhöhte Zuwanderung.

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Danach werden bis zum Jahr 2030 rund 10,5 Millionen Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung den Arbeitsmarkt verlassen, meist aus Altersgründen. Hinzu kommen im selben Zeitraum aber nur etwa 7,5 Millionen überwiegend jüngere Personen, die in das Erwerbsleben eintreten.

Anders sieht es bei Akademikern aus. Den etwa 3,1 Millionen, die mit diesem Abschluss bis zum Jahr 2030 aus dem Erwerbsleben ausscheiden werden, stehen rund 4,7 Millionen neue Absolventen gegenüber. Der Bedarf an Hochschulabsolventen wird zwar auch künftig weiter steigen – nach Auffassung der Autoren aber nicht im gleichen Umfang wie das Angebot.

Bezogen auf Branchen gehen die aktuelle Projektion davon aus, dass der Dienst­leistungssektor weiter an Bedeutung zunehmen wird. Allerdings werden voraussichtlich nicht alle Dienstleistungssektoren gleichermaßen zulegen. Wird das Ausbildungs­verhalten auf dem momentanen Status quo fortgeführt, sagen die Forscher von BIBB und IAB ein Überangebot an Arbeitskräften in den Berufshauptfeldern „Lehrende Berufe“ und „Büro- und kaufmännische Dienstleistungsberufe“ voraus.

„Rekrutierungsschwierigkeiten ergeben sich hingegen vor allem in den „Gesundheits- und Sozialberufen“ und den „be-, verarbeitenden und instandsetzenden Berufen“, so die Autoren. © hil/aerzteblatt.de

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