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Ärzteschaft

Die Hälfte aller Gastroenterologen in der Klinik über 50 Jahre alt

Donnerstag, 20. März 2014

Berlin – Etwa die Hälfte aller stationär tätigen Gastroenterologen ist 50 Jahre und älter. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoff­wechselkrankheiten (DGVS). „Um die gleiche Zahl von Patienten wie heute ange­messen behandeln zu können, müssten in den kommenden zehn Jahren bereits 50 Prozent der derzeit beschäftigten Gastroenterologen durch nachwachsende Ärzte ersetzt werden“, folgert die Fachgesellschaft aus dem Gutachten „Gastroenterologische Kern­leistungen unter gesundheitsökonomischen Aspekten“.

„Bei den niedergelassenen Gastroenterologen ist die Situation ähnlich“, erläutert DGVS-Präsident Markus Lerch, Direktor der Klinik für Innere Medizin A am Universi­tätsklinikum Greifswald: Im Jahr 2026 seien mehr als die Hälfte der heutigen Gastroenterologen im Ruhestand.

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Gleichzeitig steigt laut dem Gutachten der Bedarf an gastroenterologischen Leistungen aufgrund der alternden Bevölkerung. So wird die Nachfrage an gastroenterologischen Leistungen in den kommenden Jahren voraussichtlich um 2,5 bis 5,5 Prozent steigen. Zwar erreicht sie zwischen 2023 und 2027 voraussichtlich ein Maximum und sinkt dann langsam wieder ab. „Dennoch müssen sich Politik und Ärzteschaft auf diese Heraus­forderung vorbereiten und die Versorgung der Menschen mit einer entsprechenden Bedarfsplanung sicherstellen“, so Lerch.

Der Präsident der Fachgesellschaft ist zuversichtlich, dass der Bedarf gedeckt werden kann: „Die Entwicklungen der letzten 20 Jahre zeigen, dass unser Fach für junge Medi­ziner attraktiv ist“, sagte er. „Interessant ist dabei auch die Tatsache, dass dreiviertel der in Krankenhäusern beschäftigten Gastroenterologen in Oberarzt- und Chefarzt­positionen tätig sind“, betonte DGVS-Sprecher Christian Trautwein, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Internistische Intensivmedizin an der Uniklinik in Aachen.

Auch für Frauen sei der Beruf zunehmend interessant: So waren 1996 zwölf Prozent der Gastroenterologen Frauen. 2011 waren es bereits 22 Prozent. Der Anteil der in Teilzeit arbeitenden Gastroenterologinnen stieg von 11,6 Prozent auf 28,2 Prozent. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #99839
der typ
am Freitag, 21. März 2014, 00:47

beruhigend...

Sehr beruhigend, dass die Fachgesellschaft zuversichtlich ist. Ich habe bislang als Weiterbildungsassistent nur die Erfahrung machen dürfen, dass die Weiterbildung faktisch nicht stattfindet. Der einzige Aspirant auf einen möglichen Facharzt arbeitet nunmehr seit 9 Jahren in der Abteilung und hat sich hinreichend versklaven lassen, um die nicht gelernten Inhalte dann bald auch mal bescheinigt zu bekommen. Der Rest darf arbeiten, Fälle generieren und man macht sich noch nicht einmal die Mühe etwas von dem heiligen Wissen zu vermitteln.
LNS

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