NewsAuslandKuba verdoppelt Ärztegehälter
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Kuba verdoppelt Ärztegehälter

Sonntag, 23. März 2014

Havanna – Kubas Regierung verdoppelt die staatlichen Gehälter für Mediziner und Zahnärzte – auf künftig 50 Euro im Monat. Die Aufstockung trete zum 1. Juni in Kraft und solle sowohl das Gesundheitswesen stabilisieren als auch „den internationalen Verpflichtungen“ des Inselstaats gerecht werden, berichtete die Staatszeitung Granma am Freitag. Getroffen wurde die Entscheidung laut dem Presseorgan der Kommunistischen Partei am Mittwoch bei einer Kabinettssitzung.  

Den Angaben zufolge verdienen auf zwei Fachgebiete spezialisierte Ärzte statt den bisher 627 kubanischen Pesos (umgerechnet 20 Euro) in Zukunft 1.600 Pesos. Für ausgebildete Krankenpfleger steige das Salär von 17 auf 30 Euro. In Kuba, wo das durchschnittliche Monatseinkommen der 11,2 Millionen Einwohner offiziell bei 15 Euro liegt, gehören beide Berufsgruppen zu den Besserverdienern. Im Vergleich mit anderen lateinamerikanischen Staaten liegen die Einkünfte aber auch nach der Reform weiterhin sehr niedrig.   

Anzeige

Von der Gehaltsaufstockung sind insgesamt 440.000 Mitarbeiter des staatlichen Gesundheitswesens betroffen. Finanziert werde der Schritt durch die einträgliche Arbeit tausender kubanischer Ärzte im Ausland, erklärte Präsident Raul Castro. Die Einkünfte der gut 50.000 Gesundheitsexperten in insgesamt 66 Ländern bilden die wichtigste Devisenquelle für den kommunistischen Staat.  

Nach UN-Angaben verfügt Kuba über die weltweit höchste pro-Kopf-Rate von Ärzten. Auf der Karibikinsel arbeiten demnach 82.000 Ärzte, 14.000 Zahnärzte und gut 92.000 Krankenpfleger im Staatsdienst.

   © afp/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

15. Juli 2019
Rio de Janeiro – Ungefähr jeder vierte in Brasilien tätige kubanische Arzt ist nach dem Ende seines Auslandseinsatzes nicht auf die Karibikinsel zurückgekehrt. Wie Medien gestern berichteten, baten
Kubanische Ärzte bitten um Asyl in Brasilien
22. November 2018
Rio de Janeiro – Nach dem infolge eines politischen Streits verkündeten Ende des kubanischen Programms „Mehr Ärzte“ in Brasilien fehlt es dort in vielen Ortschaften an medizinischem Personal. In
Schlangen vor Praxen nach Abzug kubanischer Ärzte aus Brasilien
14. November 2018
Havanna – Kuba verzichtet auf eine lukrative Einnahmequelle und will künftig kein medizinisches Personal mehr nach Brasilien schicken. Der sozialistische Karibikstaat kündigte heute an, das Programm
Kuba will keine Mediziner mehr nach Brasilien schicken
18. September 2013
Sao Paolo – Die ersten 400 von 4.000 kubanischen Ärzte sind in den vergangenen Tagen in Brasiliens Landeshauptstädten eingetroffen. Sie folgen dem Aufruf von Staatspräsidentin Dilma Rousseff nach
Kubanische Ärzte beginnen Einsatz in Brasilien
9. September 2013
Ferney-Voltaire – Scharfe Kritik an der Art und Weise, wie die brasilianische Regierung Ärzte aus Kuba einsetzen möchte, hat der Weltärztebund (World Medical Association, WMA) geübt. Brasilien leidet
Weltärztebund kritisiert brasilianisches Programm für kubanische Ärzte
22. August 2013
Sao Paolo – Kubanische Mediziner sollen fehlende Ärzte in Brasilien ersetzen. 4.000 Ärzte von der Karibikinsel werden laut dem Ge­sund­heits­mi­nis­terium bis Ende des Jahres in Brasilien ihren Dienst
4.000 Kubaner gegen Ärztemangel in Brasilien
7. Mai 2013
Brasília – Brasilien verhandelt mit Kuba über den Einsatz tausender kubanischer Ärzte in dem Land. Die etwa 6,000 Mediziner sollten in unterversorgten Regionen des riesigen südamerikanischen Staates
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER