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Bayern besorgt über steigende Zahl von Magersüchtigen

Montag, 24. März 2014

München – Besorgt über die steigende Zahl von Magersüchtigen in Bayern ist die Ge­sund­heits­mi­nis­terin des Landes, Melanie Huml (CSU). „Gewicht ist Leben. Wir müssen ein gesundes Körpergefühl vermitteln – ohne Extreme“, sagte die Ministerin. Sie kriti­sierte Fernsehsendungen, die ein falsches Schönheitsideal vermittelten.

Wichtig sei, dass Eltern auf mögliche Warnhinweise achteten. „Die Magersucht ist keine Erkrankung von heute auf morgen, sondern ein langer Prozess, der sich schleichend ankündigt. Deshalb ist Wachsamkeit gefordert“, sagte Huml. Eltern sollten zum Beispiel hellhörig werden, wenn ihre Kinder das gemeinsame Essen ablehnten.

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Magersucht gehört zu den häufigsten psychischen Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen. Die Symptome reichen vom Schwächeanfall und Kreislaufstörungen bis hin zu Nierenversagen und Herzstillstand. Etwa jeder siebte Magersüchtige stirbt an den Folgen. Laut dem Bayerischen Ge­sund­heits­mi­nis­terium leidet rund jedes fünfte Kind zwischen elf bis 17 Jahren an einer Essstörung – allerdings unterschiedlichen Ausmaßes. An Magersucht seien derzeit in Deutschland geschätzt mehr als 700.000 Menschen erkrankt.

Das Bayerische Ge­sund­heits­mi­nis­terium setzt auf Vorsorge und hat dafür eine Ausstellung zum Thema Magersucht mit dem Titel „Der Klang meines Körpers“ initiiert. Das Zentrum für Prävention und Gesundheit am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) verleiht die Exponate bayernweit für die Präventionsarbeit an Schulen, Beratungsstellen und Jugendeinrichtungen. © hil/aerzteblatt.de

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