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Neuer Zentralbereich Klinische Infektiologie in Dresden

Montag, 24. März 2014

Dresden – Das Carl Gustav Carus Universitätsklinikum Dresden etabliert einen Zentral­bereich Klinische Infektiologie. Er ist direkt dem Vorstand angegliedert und soll Ärzte aus allen Fachgebieten beraten. Ziel ist, Therapiestrategien gegen Infektionen zu optimieren, insbesondere bei besonders schweren oder komplexen Fällen. Dabei geht es vor allem um die Auswahl, Dosierung und Dauer von Antibiotikagaben. Praktisch geschieht dies über einen infektiologischen Konsildienst. Die Leitung des neuen Zentralbereichs hat die Pharmazeutin und Internistin Katja de With übernommen.

„Mit dem neu geschaffenen Zentralbereich Klinische Infektiologie erweitert das Klinikum seine Ressourcen, um frühzeitig dem Trend einer bedrohlichen Zunahme von Infektionen mit antibiotikaresistenten Bakterien zu begegnen“, sagte Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums.

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Die Uniklinik Dresden hatte bereits im Herbst 2013 eine Infektionskommission gegründet, die das Vorgehen gegen Infektionen klinikumsweit verbindlich regeln soll. Basis ist die von sieben Fachgesellschaften getragene Leitlinie „Strategien zur Sicherung rationaler Antibiotika-Anwendung im Krankenhaus“. Diese fasst die Grundlagen für Diagnose und Therapie klinischer Infektionen für den deutschen Sprachraum zusammen. „Wenn durch Antibiotika bestimmte Keime komplett vernichtet werden, kann das die Besiedlung mit anderen, antibiotikaresistenten Keimen fördern“, erklärt de With. Weniger könne deshalb mehr sein.

Für die steigende Anzahl von Infektionen machen die Dresdner mehrere Ursachen verantwortlich: So gebe es mehr hochbetagte Menschen mit geschwächtem Immun­system. Auch der medizinische Fortschritt könne durch den Einsatz von Immunsu­ppressiva oder Implantaten Infektionen begünstigen, hieß es aus der Klinik. © hil/aerzteblatt.de

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