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Ärzteschaft

Vertragsärzte in Bayern erhalten Honorarplus von drei Prozent für 2014

Montag, 24. März 2014

München – Mit ersten Ergebnissen der Abrechnung des vierten Quartals 2013 wartete der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bayerns, Wolfgang Krombholz, bei der Ver­tre­ter­ver­samm­lung am vergangenen Samstag in München auf: Die Honoraranforderung der Hausärzte ist gegenüber dem vierten Quartal 2012 um 2,9 Prozent gestiegen (ohne die neuen Leistungen Geriatrie und Palliativmedizin nur um ein Prozent), die der Kinder- und Jugendärzte um 2,3 Prozent (ohne die neuen Leistungen Sozialpädiatrie und Palliativmedizin ebenfalls um ein Prozent). Die neuen Chroniker-Zuschläge reduzierten die Honoraranforderung der Hausärzte gegenüber der alten Chroniker-Pauschale um zehn Prozent auf 45,4 Millionen Euro.

Honorarplus von 3,08 Prozent
Die Honorarverhandlungen für 2014 bescheren den bayerischen Vertragsärzten Krombholz zufolge ein Plus von 3,08 Prozent. Die Fördergelder aus dem Honorarvertrag fließen mit jeweils 19,7 Millionen Euro gleichmäßig an die Haus- und die Fachärzte.

Noch keine Entscheidung gibt es nach Aussage des KVB-Vorsitzenden bei der Klage der KV Bayerns gegen den Schiedsspruch des Landesschiedsamts zum Honorar 2013. Das Gericht habe den Schiedsamtsvorsitzenden zur Stellungnahme aufgefordert. Offen sei, wann ein erster Gerichtstermin anberaumt werde.

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Die Arzneimittelvereinbarung in Bayern sei im Grunde genommen unterschriftsreif, berichtete Krombholz weiter. Allerdings müssten noch Detailfragen der Wirkstoffverein­barung und der Prüfungsvereinbarung geklärt werden. „Jedes Mal kommt ein neues Problem auf den Tisch“, klagte der KVB-Vorsitzende. Deshalb habe die Vereinbarung immer wieder verschoben werden müssen. Er hoffe aber, dass Mitte Mai alles unter Dach und Fach sei.

Probleme bei der Heilmittel-Prüfung
Große Probleme gebe es bei der Heilmittel-Prüfung. „Die Regelung ist schlicht falsch“, kritisierte Krombholz. Die Verordnung von Heilmitteln gleiche einem Blindflug, da die Richtwerte vorab nicht bekannt und insgesamt keinerlei bedeutende Information vorhanden sei. Regionale Versorgungsgegebenheiten würden nicht berücksichtigt, das Morbiditätsprofil der Patienten nicht beachtet.

Angesichts der besonders hohen Streubreite der Verordnungskosten sei ein Durch­schnittsvergleich insgesamt fragwürdig, auch werde die individuelle Versorgungstiefe der Praxis nicht berücksichtigt. Krombholz forderte deshalb, den Blindflug durch die Einführung von indikationsbezogenen Budgets als Aufgreifkriterium zu beenden und etwaige Unwirtschaftlichkeiten im Rahmen einer repräsentativen Einzelfallprüfung zu kontrollieren.

Positiv hat sich dagegen die Förderung der Allgemeinmedizin in Bayern entwickelt. Sie befinde sich „auf einem Allzeithoch“, stellte Krombholz fest, der selbst Hausarzt ist. Im Jahr 2013 wurden 474 Weiterbildungsstellen gefördert gegenüber 303 im Jahr 2000. Von den Ärzten in Weiterbildung waren im letzten Jahr 606 weiblich und nur 244 männlich. Knapp 72 Prozent absolvierten eine Vollzeit-Weiterbildung, 28 Prozent eine Teilzeit-Weiterbildung. © KS/aerzteblatt.de

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