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Ärzteschaft

Risikomanagement ist Führungsaufgabe

Dienstag, 25. März 2014

Hannover – Risikomanagement im Krankenhaus ist eine Führungsaufgabe, die die Verwaltung, den ärztlichen Dienst und die Pflege umfassen sollte. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für klinisches Prozessmanagement (DGKPM) hingewiesen. „Eine nur klinische Betrachtung wird sich für die Patienten nicht optimal auswirken – und führt langfristig zu mehr Aufwand, sowie zu doppelten Strukturen“, heißt es in einer Stellung­nahme der Fachgesellschaft.

Eine ganzheitliche Betrachtung bedeute Berücksichtigung der Krankenversorgung, der administrativen und wirtschaftlichen Prozesse und des Ethos, der Prinzipien und Werte aller Mitarbeiter sowie der Patienteninteressen. „Nur dann sind die Anforderungen des Patientenrechtegesetzes vollumfänglich erfüllt und umgesetzt“, so die DGKPM.

Die Gesellschaft empfiehlt, „Risikomanagement und Qualitätsmanagement integrativ zu etablieren […]. Damit wird deutlich, dass Risikomanagement kein Teil des Qualitäts­management ist oder umgekehrt das Qualitätsmanagement kein Teil des Risikoma­nagements ist“, so die Gesellschaft. Die Erfahrung aus anderen Branchen zeige, dass Risikomanagement eigenständig als Führungsinstrument zu implementieren sei.

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Die Gesellschaft geht in ihrer Stellungnahme auch auf die Mindeststandards für Fehler­meldesysteme ein, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) formuliert hat. „Die Sanktionsfreiheit ist sehr wichtig für die Entwicklung der gewünschten Sicherheits­kultur im Krankenhauswesen“, betont die DGKPM. Wichtig sei auch, dass diese Systeme sich nicht nur auf kritische Ereignisse beschränken sollten, da auch Risiken, Gefahren, Fehler und Beinahe-Zwischenfälle in der Entstehung von Zwischenfällen und Schäden wichtig seien.

Der G-BA empfiehlt, die Akzeptanz und die Entwicklung einer Sicherheitskultur in der Klinik regelmäßig zu evaluieren, zum Beispiel durch Mitarbeiterbefragungen. Die DGKPM weist daraufhin, dass die Anzahl der Meldungen in das System eine gute und wichtige Möglichkeit sei, um die Akzeptanz zu beurteilen. © hil/aerzteblatt.de

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