NewsÄrzteschaftRisikomanagement ist Führungsaufgabe
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Risikomanagement ist Führungsaufgabe

Dienstag, 25. März 2014

Hannover – Risikomanagement im Krankenhaus ist eine Führungsaufgabe, die die Verwaltung, den ärztlichen Dienst und die Pflege umfassen sollte. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für klinisches Prozessmanagement (DGKPM) hingewiesen. „Eine nur klinische Betrachtung wird sich für die Patienten nicht optimal auswirken – und führt langfristig zu mehr Aufwand, sowie zu doppelten Strukturen“, heißt es in einer Stellung­nahme der Fachgesellschaft.

Eine ganzheitliche Betrachtung bedeute Berücksichtigung der Krankenversorgung, der administrativen und wirtschaftlichen Prozesse und des Ethos, der Prinzipien und Werte aller Mitarbeiter sowie der Patienteninteressen. „Nur dann sind die Anforderungen des Patientenrechtegesetzes vollumfänglich erfüllt und umgesetzt“, so die DGKPM.

Die Gesellschaft empfiehlt, „Risikomanagement und Qualitätsmanagement integrativ zu etablieren […]. Damit wird deutlich, dass Risikomanagement kein Teil des Qualitäts­management ist oder umgekehrt das Qualitätsmanagement kein Teil des Risikoma­nagements ist“, so die Gesellschaft. Die Erfahrung aus anderen Branchen zeige, dass Risikomanagement eigenständig als Führungsinstrument zu implementieren sei.

Anzeige

Die Gesellschaft geht in ihrer Stellungnahme auch auf die Mindeststandards für Fehler­meldesysteme ein, die der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) formuliert hat. „Die Sanktionsfreiheit ist sehr wichtig für die Entwicklung der gewünschten Sicherheits­kultur im Krankenhauswesen“, betont die DGKPM. Wichtig sei auch, dass diese Systeme sich nicht nur auf kritische Ereignisse beschränken sollten, da auch Risiken, Gefahren, Fehler und Beinahe-Zwischenfälle in der Entstehung von Zwischenfällen und Schäden wichtig seien.

Der G-BA empfiehlt, die Akzeptanz und die Entwicklung einer Sicherheitskultur in der Klinik regelmäßig zu evaluieren, zum Beispiel durch Mitarbeiterbefragungen. Die DGKPM weist daraufhin, dass die Anzahl der Meldungen in das System eine gute und wichtige Möglichkeit sei, um die Akzeptanz zu beurteilen. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

6. Oktober 2020
Berlin – Das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) bekommt einen neuen Leiter. Claus-Dieter Heidecke übernimmt das Amt zum Jahresende und löst damit Christof Veit
Claus-Dieter Heidecke zum neuen IQTIG-Leiter ernannt
29. September 2020
Hamburg – Das Evangelische Krankenhaus Alsterdorf in Hamburg und die AOK Rheinland-Hamburg haben den nach eigenen Angaben bundesweit ersten Qualitätsvertrag zur Versorgung von geistig Behinderten in
Erster Vertrag für bessere stationäre Versorgung geistig Behinderter abgeschlossen
17. September 2020
Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat Qualitätsanforderungen für Einrichtungen festgelegt, die Patienten mit B-Zell-Neoplasien mit sogenannten CAR-T-Zellen behandeln. „Dass der Einsatz
Therapien mit CAR-T-Zellen: Einrichtungen müssen neue Qualitätsanforderungen erfüllen
17. September 2020
Berlin – Rund 90 Prozent der Praxen wenden umfassend Methoden und Instrumente des Qualitätsmanagements (QM) an. Dies ergab die jüngste Stichprobenerhebung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)
Rund 90 Prozent der Praxen setzen Qualitätsmanagement um
15. September 2020
Berlin – Das Training von zwischenmenschlichen Fähigkeiten, die sogenannten Human Factors, spielen in der Ausbildung und in den Kliniken noch immer eine untergeordnete Rolle. Das kritisiert die
Zwischenmenschliche Fähigkeiten kommen in Studium und Weiterbildung zu kurz
11. September 2020
Dresden – Ein neues Qualitätsmanagementsystem, das konsequent auf digitale Lösungen setzt und die Patientenperspektive gleichberechtigt einbezieht, erproben verschiedene Partner jetzt in Sachsen. An
Neues digitales Qualitätsmanagement für Multiple-Sklerose-Patienten wird in Sachsen erprobt
4. September 2020
Berlin – Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) kritisiert ausufernde Bürokratie durch die gesetzlichen Vorgaben zu Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement. Der bürokratische Aufwand stehe in keinem
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER