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Medizin

Ebola: Keine Reisewarnung für Touristen

Dienstag, 25. März 2014

Stockholm – Die europäische Seuchenbehörde ECDC schätzt das Risiko für Touristen und Besucher, sich in dem westafrikanischen Staat Guinea mit dem Ebola-Virus zu infizieren, als gering ein. Eine Reisewarnung wurde nicht ausgesprochen. Bei einem Mann aus Kanada, der mit Verdachtssymptomen in seine Heimat zurückgekehrt war, hat sich der Verdacht einer Erkrankung nicht bestätigt.

Nach Angaben des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums Guineas wurden bis zum 24. März 86 Erkrankungen bestätigt: 59 Patienten sind an einer hämorrhagischem Fieber gestorben (Letalität: 68,5 Prozent). Alle Erkrankungen waren auf vier Distrikte im Süden des Landes an den Grenzen zu Sierra Leone und Liberia beschränkt. Erkrankungen aus der Hauptstadt Conakry wurden nicht bestätigt. Ob Menschen in den benachbarten Regionen in Sierra Leone und Liberia erkrankt sind, war am Dienstag unklar.

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Die ECDC hält es derzeit für unwahrscheinlich, wenn auch nicht für unmöglich, dass sich Reisende in Guinea infizieren und erst nach ihrer Rückkehr in Europa erkranken. Ein Infektionsrisiko bestehe nur bei einem direkten körperlichen Kontakt mit erkrankten oder verstorbenen Personen oder infizierten Tieren, heißt es in einer Risikobewertung.

Diese Personen müssten in einem solchen Fall sofort isoliert werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. Die Erfahrung mit früheren Ebola-Epidemien haben jedoch gezeigt, dass die Erkrankungen meistens auf den Ort ihres Ausbruchs beschränkt bleiben. © rme/aerzteblatt.de

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