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Politik

Neues Qualitätsinstitut kommt noch in diesem Jahr

Mittwoch, 26. März 2014

Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss soll noch in diesem Jahr mit dem Aufbau eines neuen Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen beginnen. „Patienten wünschen sich zu Recht mehr Transparenz, wenn es um die Qualität der medizinischen Versorgung geht. Weil wir Qualitätswettbewerb wollen, brauchen wir auch verlässliche Kriterien, an denen wir Qualität festmachen können“, sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) heute in Berlin.

Zuvor hatte das Bundeskabinett dem Entwurf für das „Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung zugestimmt. Das im Gesetz vorgesehene neue Institut soll wissenschaftlich abgesicherte Qualitäts­kriterien entwickeln und Qualitätsvergleiche veröffentlichen.

Verhaltene Zustimmung zu dem Vorhaben kommt von der Deutschen Krankenhaus­gesellschaft (DKG): „Wir verbinden damit die Erwartung, dass der Vergleich und die Bewertung von Krankenhäusern auf eine objektive und faire Grundlage gestellt und selbstgestrickten Qualitätsvergleichen von Krankenkassen ein Ende gesetzt wird“, sagte deren Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Er betonte aber, Krankenhausvergleiche seien kein Instrument, um daraus Vergütungsabschläge abzuleiten.

„Es gibt weltweit keine gesicherten Indikatoren, die es rechtfertigen würden, einem Krankenhaus insgesamt oder bei bestimmten Leistungen vom ersten bis zum letzten Tag eines Jahres pauschale Abschläge aufzubürden“, so Baum. Vielmehr gelte in allen Leistungsbereichen des Gesundheitswesens „das gut begründete Prinzip fester Gebührensätze“.

Die AOK begrüßt das Institut dagegen klar: „Die systematische Messung der Behand­lungsqualität mit Routinedaten durch ein fachlich und wissenschaftlich unabhängiges Institut ist richtig und notwendig“, sagte Jürgen Graalmann, Vorstands­vorsitzender des AOK-Bundesverbands. Er forderte, das Institut zügig aufzubauen, „um den Rahmen für eine qualitätsorientierte Krankenhausplanung und -bezahlung zu schaffen.“ © hil/aerzteblatt.de

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