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Stationäre Darmkrebs­behandlungen deutlich zurückgegangen

Mittwoch, 26. März 2014

Berlin – Zwischen 2005 und 2012 ist die Zahl der Patienten, die sich im Krankenhaus wegen eines Darmtumors behandeln ließen, um rund ein Fünftel zurückgegangen. Das berichtet die Barmer GEK nach einer entsprechenden Auswertung ihrer Versicherten­daten. „Dieser Rückgang spricht eindeutig für den Erfolg des Darmkrebs-Vorsorge­programms“, sagt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kasse, Rolf-Ulrich Schlenker, anlässlich des ausklingenden Darmkrebsmonats März 2014.

Das Potenzial des Früherkennungsprogramms sei damit aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Nur etwa jeder fünfte Anspruchsberechtigte zwischen dem 55. und dem 70. Lebensjahr habe seit ihrer Einführung 2002 die Möglichkeit der unentgeltlichen Vorsorge-Koloskopie genutzt. „Leider ist die Inanspruchnahme bei den gesetzlich Krankenversicherten rückläufig“, so Schlenker.

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Während 2009 rund 27.000 männliche Barmer-GEK-Versicherte eine Vorsorge-Untersuchung in Anspruch nahmen, waren es 2012 nur noch rund 22.000. Bei den weiblichen Versicherten sank die Zahl im gleichen Zeitraum noch deutlicher: von 43.000 auf 35.000.

Die Krankenkasse möchte diesem Trend entgegenwirken: In Bayern erprobt sie dafür beispielsweise seit Mai 2013 ein individualisiertes Einladungsverfahren und bietet dort seit Anfang 2014 den immunologischen Stuhltest unter wissenschaftlicher Begleitung an. © hil/aerzteblatt.de

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