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Medizin

Gutes Selbstmanagement senkt Sterberisiko bei Typ 2-Diabetes

Mittwoch, 26. März 2014

dpa

München – Ein gutes Selbstmanagement kann bei einem Typ 2-Diabetes möglicherweise das Leben verlängern. Dies geht aus einer jetzt in Diabetes Care (2014; doi: 10.2337/dc13-253) veröffentlichten bevölkerungsbasierten Studie hervor.

Menschen mit Typ 2-Diabetes müssen nicht nur auf ihren Blutzucker achten. Auch Sport, eine professionelle Fußpflege, ein Gewichtsmanagement, ein Diätplan und ein Diabetes­tagesbuch gehören zu einem erfolgreichen Selbstmanagement. Die 340 Teilnehmer der KORA-A-Studie waren 1997/8 nach der Einhaltung der Diabetesregeln befragt worden. Ein Team um den Public Health-Forscher Michael Laxy vom Helmholtz Zentrum München hat daraus einen Selbstmanagement-Index ermittelt und mit der Sterblichkeit der Personen in Beziehung gesetzt.

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In den 12 Jahren nach Abschluss der Studie sind 189 Teilnehmer gestorben. Darunter waren überproportional viele Diabetiker, die sich nicht an alle Regeln gehalten hatten. Ein gutes Selbstmanagement hatte die Gesamtmortalität um 39 Prozent gesenkt (Hazard Ratio HR 0,61; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,40–0,91). Dies war vor allem auf weniger Todesfälle an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Hier wurde die Mortalität um 35 Prozent vermindert (HR 0,65; 0,41–1,03). Die Zusammenhänge bestanden laut Laxy unabhängig von anderen Faktoren, die die Mortalität beeinflussen können wie etwa Alter, Geschlecht, Begleiterkrankungen oder medikamentöse Therapien.

Die Ergebnisse zeigen nach Ansicht der Autoren, dass neben einer leitliniengerechten ärztlichen Behandlung auch das Patientenverhalten eine große Bedeutung für den Krankheitsverlauf sowie den Behandlungserfolg hat. Patientenzentrierte Angebote, wie Diabetesschulungen und Informationsangebote, könnten deshalb einen wertvollen Beitrag für eine gute Patientenversorgung leisten und sie sollten nach Ansicht der Autoren künftig weiter ausgebaut werden. © rme/aerzteblatt.de

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