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Urologen suchen Gesamtstrategie für den demografischen Wandel

Donnerstag, 27. März 2014

Düsseldorf – Auf die besonderen Herausforderungen des demografischen Wandels für ihr Fach hat die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) hingewiesen. „Steigende Zahlen von Tumorerkrankungen, Harninkontinenz, erektiler Dysfunktion, Steinbildungen und gutartiger Prostatavergrößerung werden nicht nur zu mehr Patienten in der Urologie führen, sondern auch zu einem Bedarf an intelligenten Strategien, wie wir unseren Patienten, auch unter Aspekten begrenzter ökonomischer und personeller Ressourcen medizinisch und ethisch angemessen, gerecht werden können“, sagte der DGU-Prä­sident Jan Fichtner.

Bis 2020 geht die Fachgesellschaft von einer 20 bis 30-prozentigen Steigerung der Zahl der uro-onkologischen Neuerkrankungen von Niere, Blase und Prostata aus, für die benigne Prostatahyperplasie und die Inkontinenz lägen die Erwartungen im gleichen Rahmen. „Schon heute sind 40 Prozent der Heimbewohner inkontinent, bei den bettlägerigen Heimpatienten sind es sogar 80 Prozent“, so der Chefarzt der Klinik für Urologie am Johanniter Krankenhaus Oberhausen.

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Die Fachgesellschaft kündigte an, zusammen mit dem Berufsverband der Deutschen Urologen (BDU) Strategien für die Versorgung zu entwickeln und dabei nicht auf die Politik zu warten. Bausteine einer solchen Gesamtstrategie sind laut Fichtner mehr Präventionsmaßnahmen, eine Stärkung der Eigenverantwortung der Patienten, eine altersgerechte Indikationsstellung operativer und medikamentöser Maßnahmen sowie eine enge Vernetzung ambulanter und stationärer Therapien mit optimalem Entlassungsmanagement. © hil/aerzteblatt.de

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